Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Darf man auf Spielmacher bauen?

Die niedersächsische Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann ist auch für den Bereich Bauen zuständig. Die 1958 in Burgsteinfurt (Nordrhein-Westfalen) geborene Juristin hat drei Kinder. Seit 2003 sitzt Ross-Luttmann im Landtag. Ministerin für „Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit“ ist sie seit 2005.

VoN Steffen Szepanski

Frage:

Immer wieder hört man, dass ganze Mannschaften auf ihren Spielmacher bauen. Bietet so ein Spielmacher eigentlich ein ordentliches Fundament und ist das nicht eine Methode, die nur in Mafiakreisen anerkannt ist?

Ross-Luttmann:

Die Herren Ballack, Frings und Borowski bieten ein stabiles Fundament. Das entlässt aber die anderen Spieler nicht aus der Gesamtverantwortung. Alle sollten mit vereinten Kräften zur Stabilität der Mannschaft beitragen. Und die Zuschauer als „zwölfter Mann“ sind bei der WM im eigenen Land auch ganz besonders gefordert. Sie sichern die Statik ab.

Frage:

Man hört immer wieder, dass in der deutschen Hintermannschaft versucht wird, Beton anzumischen. Könnte es nicht sein, dass es unsere Gegner als unfair empfinden, wenn wir unser Tor zubetonieren?

Ross-Luttmann:

Momentan scheinen unsere Gegner mit dem von der deutschen Hintermannschaft angerührten Beton ganz gut leben zu können. Unsere Abwehr benutzt derzeit keinen Qualitätsbeton. Er ist leider allzu oft porös.

Frage:

Wie schaffen es die Spieler überhaupt, den Zement, den Sand und das Wasser aufs Spielfeld zu schmuggeln? So viel passt in Arne Friedrichs Hosentaschen doch gar nicht rein?

Ross-Luttmann:

Da die Trikots der Fußballer nicht so hauteng sind wie beim Volleyball, gibt es dafür noch „Stauraum“. Auch in die Stutzen geht noch etwas rein.

Frage:

Besonders bei Freistößen werden im deutschen Strafraum immer wieder Mauern errichtet. Wer achtet da eigentlich auf die Bauvorschriften, zum Beispiel darauf, dass die Mauer nicht zu nah am Tor steht?

Ross-Luttmann:

Die Fifa-WM-Schiedsrichter achten mit Argusaugen darauf. Die kann man durchaus mit den Bauaufsichtsbehörden vergleichen.

Frage:

Wer reißt die Mauern wieder ab? Die stören doch sicher den Spielverlauf?

Ross-Luttmann:

Ich bin zuversichtlich, dass der deutsche Abwehrriegel während des WM-Turniers stabiler sein wird als in der Vorbereitung. Vielleicht helfen ja auch noch Defensivberater vom Schlage eines Karl-Heinz Förster, Hans-Peter Briegel oder Jürgen Kohler. Sollten wir die WM gewinnen, werden wir die Abwehrmauer unter Denkmalschutz stellen.
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Die Mitglieder vom BSV Kickers Emden stimmen am Donnerstagabend für die Ausgliederung der ersten Herren in eine GmbH.

POSITIVES VOTUM Mitglieder geben Grünes Licht für die Kickers-Emden-GmbH – Rießelmann spricht von „Happy End“

Lars Möller
Emden
Stellten die Ausweitung des Konzeptes „Wilhelmshaven sicher“ auf den Busverkehr der Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft vor: (v.li.) Frank Rademacher (Geschäftsführer Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft Wilhelmshaven), Polizeidirektor Heiko von Deetzen, Projektleiter und Polizeihauptkomissar Tim Bachem und Oberbürgermeister Carsten Feist.

POLIZEIPRÄSENZ IM BUSVERKEHR Hausrecht der Polizei stärkt ab sofort Sicherheit in Bussen

Lutz Rector
Wilhelmshaven
Kommentar
Klimaaktivisten der Gruppe „Fridays for Future“ in Saarbrücken werfen Bundeskanzler Scholz vor, bei seinem Besuch in der vom Hochwasser betroffenen Region und in seiner Ansprache „die Klimakrise fahrlässig ausgeblendet“ zu haben.

UMWELTPOLITIK Durch mehr Klimaschutz gibt’s nichts zu verlieren

Jana Wolf Büro Berlin
Eine junge Lehrerin schreibt Mathematikaufgaben an eine Schultafel. Niedersachsen will 390 Schulen im Land nach Sozialindex stärker fördern.

NEUES PROGRAMM FÜR 390 SCHULEN Wie Niedersachsen mehr Bildungsgerechtigkeit herstellen will

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Lara und Philipp Schumacher wollen gemeinsam mit ihren drei Kindern ein neues Leben auf Mallorca beginnen. Dafür bereiten sie seit Jahren alles vor – und der letzte, mehrmonatige Aufenthalt vor der Auswanderung begann mit einem herben Rückschlag.

BETROGEN UND ENTTÄUSCHT Emder Familie kämpft nach Betrug auf Mallorca um ihren Traum

Aike Sebastian Ruhr
Emden