Bremen/Leverkusen - Unter der Woche hatte Kevin de Bruyne bereits seinen Abschied aus Bremen zum Bundesliga-Saisonende angekündigt, nun verdichten sich die Anzeichen, dass der belgische Fußball-Nationalspieler in der kommenden Saison für Bayer Leverkusen aufläuft. Wie mehrere Medien berichten, steht die 21-jährige Leihgabe vom FC Chelsea im Tausch mit Nationalspieler Andre Schürrle (22) vor einem Wechsel zum Werksclub.

Bayers Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser hielt sich zu den neuen Gerüchten allerdings zurück: „Wir wollen uns dazu gar nicht äußern. An Spekulationen beteiligen wir uns nicht. Und was im Sommer sein wird, wissen wir nicht“, sagte Holzhäuser am Freitag. Die „Bild“-Zeitung hatte einen Schürrle-Transfer für zwölf bis 15 Millionen Euro zum Champions-League-Gewinner von 2012 ins Gespräch gebracht. Im Gegenzug solle de Bruyne nach Leverkusen kommen.

Schon im Juli 2012 war Schürrle mit Chelsea in Verbindung gebracht worden. Bayer hatte einen Transfer abgelehnt, obwohl seinerzeit laut Holzhäuser „große finanzielle Anreize da waren“. Angeblich lag Bayer damals eine Offerte in Höhe von 25 Millionen Euro für den Ex-Mainzer vor. Schürrle hatte es damals bedauert, dass Bayer ihm nicht die Möglichkeit gab, in die Premier League zu gehen.

De Bruyne wollte am Freitag nicht näher auf die Spekulationen eingehen. „Ich weiß davon nichts“, sagte der Belgier. Der 21-Jährige hatte am Mittwoch angekündigt, Werder zum Saisonende verlassen zu müssen, da Chelsea, wo der Belgier noch bis 2017 unter Vertrag steht, ihn international spielen sehen wolle.

Werder will den Kampf um das Mittelfeld-Talent, das in dieser Saison bislang sechs Treffer erzielte und acht Vorlagen gab, aber noch nicht aufgeben. „Wir müssen ihm zeigen, dass wir für ihn die beste Alternative sind, um sich weiter zu entwickeln“, sagte Sportchef Thomas Eichin: „Weil er bei uns spielt und nicht bei einem Club mit großen Namen auf der Bank sitzt.“