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NWZonline.de Sport Fußball

Auf dem Weg in Richtung 4. Liga

27.09.2018

Delmenhorst An diesem Samstag wird um kurz vor 15 Uhr im Stadion an der Düs-ternortstraße in Delmenhorst die Vereinshymne „Hipp Hipp Hurra, der SVA“ aus den Lautsprechern dröhnen. Und dies war auch schon vor 40 Jahren der Fall. Wenn in der Fußball-Oberliga der SV Atlas aus Delmenhorst den HSC Hannover zum Spitzenspiel empfängt, ist das der vorläufige Höhepunkt eines modernen Fußballmärchens. Nach vier Aufstiegen in den letzten sechs Spielzeiten schickt sich der Nachfolgeverein des damaligen Regionalligisten an, den nächsten Schritt in Richtung Regionalliga zu gehen.

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Ein Blick in die Historie zeigt, dass der Fußball unter dem Dach des SV Atlas lange Tradition hatte. Der von 1973 bis 2002 existierende Verein spielte in der seinerzeit dritthöchsten deutschen Spielklasse, der Oberliga Nord, und von 1995 bis 1998 noch mal in der drittklassigen Regionalliga Nord. Er entfachte in Delmenhorst eine Begeisterung und ließ die Fans im Schatten des großen SV Werder von Profifußball träumen. Nach der Insolvenz des namensgebenden Maschinenbauunternehmens endete aber auch der erfolgreiche Weg des Fußballvereins, der 2002 nach einigen Umbenennungen insolvenzbedingt aufgelöst wurde.

2012 neu gegründet

Am 4. April 2012 wurde der SV Atlas neu gegründet. Zum ersten Freundschaftsspiel nach der Neugründung gegen den VfB Oldenburg II kamen 1200 Zuschauer ins Stadion an der Düsternortstraße.

Einer der damaligen Vereinsmitgründer war Bastian Fuhrken, der heute als Sportvorstand die Geschicke des Vereins lenkt. „Wir sind damals etwas belächelt worden, man gab uns höchstens zwei Jahre, bis wir wieder von der Bildfläche verschwunden wären“, erklärt Fuhrken den etwas schleppenden Wiederbeginn. Auch gab es vonseiten der anderen Delmenhorster Vereine Bedenken. „Uns ist es aber gelungen, diese Bedenken zu zerstreuen. Inzwischen arbeiten wir mit fast allen Vereinen in der Stadt vertrauensvoll zusammen.“

Unter seiner Ägide wurde unter anderem Musa Karli verpflichtet. Der gebürtige Delmenhorster Karli, der aramäischer Nationalspieler ist, hat für Darmstadt 98 und den SV Wilhelmshaven 99 Regionalligaspiele absolviert. Viele Spieler im Kader haben Regionalligaerfahrung, so zum Beispiel Leon Lingerski (VfB Oldenburg) oder Karlis Plendiskis (SSV Jeddeloh). Dennis Mooy, Marvin Osei, Nick Köster oder Steven Mueller-Rautenberg hatten schon vor ihrem Wechsel nach Delmenhorst in der Oberliga gespielt.

Auf der Trainerbank sitzt seit der Saison 2013/14 Jürgen Hahn. Der gebürtige Amberger war beim SSV Jahn Regensburg Co-Trainer von Markus Weinzierl. Als Spieler war er unter anderem für den 1. FC Nürnberg II am Ball.

Viele mittelständische Sponsoren

Trotz des namhaften Kaders geht der SV Atlas aber kein finanzielles Risiko ein. Viele mittelständische Sponsoren unterstützen den Verein, für jeden Spieler gibt es eine Patenschaft eines Sponsors. „Dank unserer vielen Sponsoren ist unser Etat gedeckt“, sagt Fuhrken. Mit dem Gedanken an einen möglichen Aufstieg in die Regionalliga beschäftigt er sich noch nicht: „Es ist noch früh in der Saison und die Liga ist ausgeglichen wie selten.“

Das eigentliche Faustpfand des Vereins sind aber die Zuschauer. Im Schnitt passieren fast 900 Besucher pro Spiel die Stadiontore. Auch auswärts kann der SV Atlas sich auf seine Fans verlassen. In der Relegationsrunde zur Bezirksliga im Jahr 2014 begleiteten über 500 Anhänger Atlas zum entscheidenden Spiel ins Wilhelmshavener Jadestadion.

Fans unterstützen Club

Viele der Zuschauer haben noch die „gute alte Zeit“ miterlebt und dieses Erlebte auch ihren Kindern weitergegeben, die nun auf der Tribüne stehen. Der „Block H“ und der Fanclub „Blau-gelb Reloaded“ unterstützen ihr Team bei jedem Spiel. Daneben unterstützen die Fans den Verein auch rund um den Spieltagsbetrieb. So wurde zum Beispiel das Stadionheft bis Ende der Saison in eigener Regie der Fans gestaltet und verteilt. Die Herstellung wurde jetzt an einen externen Dienstleister abgegeben, aber der Inhalt wird immer noch vom Ehrenamtlichen Mitarbeitern aus der Fanszene geschrieben.

Gleich drei Fotografen begleiten zudem jedes Spiel. Und wie noch zu Kreisligazeiten helfen die Spieler auch nach der Partie, die Werbebanner im Stadion an der Düsternortstraße wieder abzuhängen. Fast genauso wie vor 40 Jahren . . .

Volkhard Patten Nordwest-Fußball / Redakteur
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