DELMENHORST - Für Tino Polster war der Besuch am „Maxe“ ein Heimspiel. Der Mediendirektor des SV Werder hat 1977 sein Abitur an dem Delmenhorster Gymnasium gemacht und seither seiner alten Schule die Treue gehalten. Vor gut 140 Schülerinnen und Schülern des Jahrgangs 10 sowie den Schülerinnen und Schülern des 11. Jahrgangs, die das am Max-Planck-Gymnasium neu eingerichtete Sportprofil in der Oberstufe belegen, hielt Polster am Montag einen spannenden Vortrag über das Thema „Champions League – der perfekte Wettbewerb? Wie der Fußball vermarktet wird“.
Der Vortrag stand in unmittelbarem thematischen Zusammenhang zum aktuellen Semesterthema „Sport und Gesellschaft“ des am Max-Planck-Gymnasium neu eingerichteten Oberstufen-Sportprofils, das in der Region einzigartig ist. Insgesamt haben sich 24 Schülerinnen und Schüler für das neu eingerichtete Profil entschieden. Das Thema des ersten Halbjahres behandelt u.a. den Bereich Sport und Medien sowie die Vermarktung des Sports.
Bei den Zahlen und Beträgen, die Polster nannte, konnte einem schwindlig werden. 100 Millionen Fernsehzuschauer würden an den Bildschirmen die Endspiele verfolgen, 1,1 Milliarden Euro würden die UEFA und die Vereine durch Werbung einnehmen. Die Beträge, die einzelne Vereine in der Champions League generierten, würden mitunter die 40-Millionen-Grenze übersteigen, stellte Polster am Beispiel von Bayern München dar. Ein erfolgreiches Mitmischen zahle sich für die Vereine mehrfach aus: Die Spielerpreise zögen an, bei den Werbepartnern säße das Portemonnaie locker. Außerdem seien die Spielerhonorare bei dieser Liga, die wie kaum eine andere Medien- und Kommerzereignis ist, an den Erfolg gekoppelt.
