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NWZonline.de Sport Fußball

Werder: Der frustrierte Siegtorschütze

01.09.2015

Bremen /Oldenburg Jannik Vestergaard muss das Auslaufen am Montagmorgen weitaus schwerer als sonst gefallen sein. Obwohl der 23-jährige Däne in Diensten von Werder Bremen tags zuvor mit seinem Kopfballtreffer zum 2:1 der umjubelte Matchwinner beim ersten Saisonsieg des Fußball-Bundesligisten gegen Borussia Mönchengladbach war, schiebt er eine gehörige Portion Frust vor sich her. Grund: Der Innenverteidiger wurde erneut nicht für die EM-Qualifikationsspiele seines Heimatlandes nominiert – und fühlt sich von Trainer Morten Olsen vernachlässigt.

„Ich weiß nicht, was ich noch mehr tun kann. Die Verantwortlichen schauen wohl in eine andere Richtung, so dass ich keine Chance sehe“, schimpfte Vestergaard direkt nach dem Erfolg am Sonntagabend. Er selbst könne „nicht mehr tun, um da mal spielen zu dürfen“. Mit seiner Leistung gegen die „Fohlen“ hätte er die richtige Antwort auf die Nicht-Nominierung gegeben, erläuterte Vestergaard.

Weil in Zlatko Junuzovic (Österreich), Theodor Gebre Selassie (Tschechien), Anthony Ujah (Nigeria), Ulisses Garcia (Schweiz) Aron Johansson (USA) und Florian Grillitsch (deutsche U 21) gleich sechs Bremer am Montag eben nicht mehr Auslaufen mussten, sondern sich auf dem Weg zu ihren jeweiligen Nationalteams befanden, dürfte sich die Laune von Vestergaard nicht gerade verbessert haben. Der Ärger des 23-Jährigen Abwehrriesen ist dabei durchaus nachvollziehbar.

Seitdem Vestergaard im Januar dieses Jahres von Hoffenheim an die Weser gewechselt ist, besticht er mit konstant guten Leistungen und hat sich zu einem echten Führungsspieler der jungen Bremer Mannschaft entwickelt. In der Luft ist der 1,99 Meter große Profi ohnehin kaum zu bezwingen. Auch im Spielaufbau macht der Däne einen soliden Eindruck, auch wenn er hier wohl noch das größte Steigerungspotenzial besitzt. Und mit seiner Kopfballstärke in der Offensive ist er zudem für jeden Gegner eine echte Gefahr – wie er gegen Gladbach eindrucksvoll unter Beweis stellte.

Vestergaard wird vor allem auch deswegen frustriert sein, weil er in der Heimat schon gezeigt hat, dass er’s kann. Im Juni erreichte er mit der U 21 Dänemarks als Kapitän überraschend das EM-Finale. Trainer Olsen scheint davon aber unbeeindruckt gewesen zu sein. Der 66-Jährige, der von 1992 bis 1996 den 1. FC Köln trainiert hatte, setzt in der Defensive auf die erfahreneren Daniel Agger (30/Bröndby Kopenhagen) und Simon Kjaer (26/Fenerbahce Istanbul).

So muss Vestergaard seinen Kollegen an diesem Freitag gegen Albanien und nächsten Montag gegen Armenien erneut zusehen. Den Traum von einer Teilnahme an der EM 2016 in Frankreich wird er noch nicht begraben haben – und das kann sich nur gut auf seine Leistungen in Bremen auswirken. Werders Trainer Viktor Skripnik weiß zumindest genau, was er an seinem Abwehrriesen hat.


     www.nwzonline.de/werder 

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Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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