Neustadt - Rasen ist nicht gleich Rasen – erst recht nicht beim Fußball. Allein hierzulande sind 350 Rasengräsersorten zugelassen, etwa die Hälfte taugt für Sportrasen. Und manche der Halme sind so gut, dass sie nun auch in Südamerika bei der Fußball-WM zum Einsatz kommen.

So gibt eine äußerst widerstandsfähige deutsche Grassorte den Rasenflächen der Fußball-WM in Brasilien das gewisse Etwas. In den Stadien besteht „ein Großteil des WM-Rasens aus dem besonders dunkelgrünen tetraploiden Weidelgras“, wie das Bundessortenamt in Neustadt am Rübenberge bei Hannover mitteilte. Das Gras aus Deutschland helfe dabei, dass die Spielfelder trotz der Belastung gut in Schuss bleiben.

„Es verträgt Trockenheit sehr gut und sorgt für eine dicht geschlossene und belastbare Rasenfläche“, berichtete die Behörde. Sie ist hierzulande für den Schutz und die Zulassung von Pflanzensorten zuständig – und damit auch für die Rasengräser.

In deutschen Stadien kämen meist Mischungen aus Deutschem Weidelgras und Wiesenrispe zum Einsatz, die jeweils mehrere Sorten dieser Arten enthalten – so sei das auch bei der Fußball-WM 2006 der Fall gewesen.