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NWZonline.de Sport Fußball

Europameisterschaft: DFB-Elf schießt sich ins Viertelfinale

26.07.2017

Utrecht Trotz ihrer chronischen Tor-Schwäche haben die deutschen Fußballerinnen in den Niederlanden das EM-Viertelfinale als Gruppensieger erreicht. Der achtmalige Europameister siegte im letzten Gruppenspiel gegen unbeholfene Russinnen mit 2:0 (1:0), musste sich aufgrund seiner Abschlussschwäche aber auf seine Stärke vom Elfmeterpunkt verlassen.

Sowohl Abwehrchefin Babett Peter (10.) als auch Kapitänin Dzsenifer Marozsan (56.) trafen nach rustikalen russischen Fouls per Strafstoß. Innenverteidigerin Peter hatte bereits gegen Italien (2:1) ein Tor vom Punkt erzielt.

Die Pflicht ist damit ohne einen einzigen Treffer aus dem Spiel heraus erfüllt, nun trifft die Auswahl von Bundestrainerin Steffi Jones an diesem Samstag als Sieger der Gruppe B auf Dänemark, da Schweden im Parallelspiel gegen Italien 2:3 (1:2) verlor. Für die K.o.-Runde muss sich Titelverteidiger Deutschland aber endlich im letzten Drittel steigern, damit der Traum vom siebten EM-Triumph in Folge nicht bereits am Samstag platzt.

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Gegen den Weltranglisten-25. veränderte Jones ihre Startelf erneut auf vier Positionen und bot überraschend Lena Goeßling als Innenverteidigerin auf. Da Josephine Henning nach einer Gelben Karte aus dem Italien-Spiel eine Sperre droht, kam die angestammte defensive Mittelfeldspielerin Goeßling zu ihrem Comeback nach neunmonatiger Verletzungspause. Auf ihrer Zweitposition lieferte die 31-Jährige in ihrem 94. Länderspiel eine starke Vorstellung ab und stabilisierte den Spielaufbau.

Nicht einmal 70 Sekunden waren gespielt, da zappelte im Stadion Galgenwaard von Utrecht der Ball bereits im Netz des russischen Tores. Doch wegen einer Abseitsposition von Mandy Islacker ließ Schiedsrichterin Monika Molarczyk (Polen) den Treffer nicht gelten.

Die Frankfurterin Islacker war es auch, die den Strafstoß zur deutschen Führung herausholte. Daria Makarenko riss die Bundesliga-Torschützenkönigin im Strafraum zu Boden, Peter verwandelte in ihrem 110. Länderspiel sicher vom Punkt.

6458 Zuschauer, darunter auch DFB-Sportdirektor Horst Hrubesch, sahen im ersten Durchgang eine dominante DFB-Auswahl, die gegen extrem tief stehende Russinnen nach starken 20 Minuten ein wenig den Faden verlor. Dazu agierte Kapitänin Marozsan in der ersten Hälfte weit unter ihren Möglichkeiten. Immerhin bewies sie bei ihrem verwandelten Strafstoß nach der Pause Nervenstärke.

Nach dem Seitenwechsel war Jones’ Geduld mit der glücklosen Islacker aufgebraucht – für die ehemalige Cloppenburgerin kam die quirlige Hasret Kayicki in die Partie.

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