Albufeira - Mit dem Final-Ticket in der Tasche konnten sich die deutschen Fußballerinnen am freien Sonnabend nach dem 1:0 (0:0) gegen China beim Algarve Cup ohne Druck auf die Neuauflage des EM-Finales im abschließenden Gruppenspiel gegen Norwegen an diesem Montag (18.30 Uhr/Eurosport) vorbereiten.

Das Ständchen für Geburtstagskind Lena Goeßling samt Ansprache von Torwarttrainer Michael Fuchs im Mannschafts-Hotel ist beim Turnier im portugiesischen Urlaubsparadies fast schon ein Ritual. „Es gibt für mich quasi keinen Geburtstag ohne Nationalmannschaft und den Algarve Cup. Ich glaube, ich habe meine letzten fünf oder sechs Geburtstage hier gefeiert“, sagte die Mittelfeldspielerin vom Triple-Gewinner VfL Wolfsburg.

An der Tatsache, dass an Goeßlings 28. Geburtstag im deutschen Lager besonders gute Laune herrschte, hatte ihre gute Freundin und Zimmergenossin Anja Mittag großen Anteil. Die Frau für die wichtigen Tore, die im EM-Endspiel in Schweden den Siegtreffer erzielt hatte, schoss die DFB-Frauen in einem zähen Spiel in der 84. Spielminute vorzeitig ins Endspiel am Mittwoch.

Nach dem 5:0 zum Auftakt gegen Island hat Deutschland in der Gruppe A sechs Punkte auf dem Konto. Da der direkte Vergleich zählt, können China und Island (jeweils 3 Punkte) den zweimaligen Turniersieger (2006 und 2012) nicht mehr von Platz eins verdrängen. Für Silvia Neid eine „schöne“ Ausgangsposition, wenngleich die Bundestrainerin betonte: „Für uns geht es in erster Linie hier nicht um das Ergebnis, sondern um die Spiele auf Augenhöhe. Daher nehmen wir das Spiel gegen Norwegen auch sehr ernst.“

Ob der Finalgegner Japan oder Schweden heißt, entscheidet sich am Montag im Duell (15.40 Uhr/Eurosport).