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NWZonline.de Sport Fußball Pokal DFB-Pokal

Härtetest gegen Bayern-Schreck

29.08.2018

Oldenburg Vor elf Tagen sorgte der SV Drochtersen/Assel deutschlandweit für Aufsehen. Bayern München gastierte in der ersten Runde des DFB-Pokals im Kehdinger Stadion – und fast 8000 Zuschauer sahen, wie der Nord-Regionalligist den Rekordmeister richtig ärgerte. Bis zur 81. Minute hielt der Viertligist ein 0:0, ehe Robert Lewandowski das Tor des Tages erzielte. Nun gastieren die Beinahe-Bayern-Bezwinger an diesem Mittwoch (19 Uhr/Hans-Prull-Stadion) in der Liga beim VfL Oldenburg.

„Vor dieser Mannschaft habe ich großen Respekt. Sie ist sehr routiniert, steht in der Defensive kompakt, spielt robust und hat eine klare Ordnung. Das ist ein richtig abgezocktes Männerteam“, sagt VfL-Kapitän Nils Frenzel.

Trotzdem traut Oldenburgs Kapitän seiner Mannschaft gegen den aktuellen Tabellensechsten (10 Punkte) einen Heimsieg zu. „Zuhause sind wir schon in der Regionalliga angekommen, da hat unsere Leistung immer gestimmt und wir haben noch kein Heimspiel verloren“, sagt der 28-Jährige.

Auswärts dagegen konnten die Oldenburger ihre Regionalligatauglichkeit bisher noch nicht beweisen. Drei Spiele bestritt der Aufsteiger in der Fremde. Alle wurden verloren und in keinem Spiel erzielten die Oldenburger einen Treffer. Durch diese Heim-Auswärts-Diskrepanz stehen die Grün-Weißen mit aktuell fünf Zählern auf dem vorletzten Platz.

Beim Lüneburger SK am vergangenen Sonntag hatte der VfL in den ersten 20 Minuten das Spiel bestimmt, war dann aber gegen einen keinen Deut stärkeren Gegner eingebrochen und verlor 0:2. „Da haben wir unsere schlechteste Saisonleistung gezeigt. Aber auch solche Spiele sind ein Stück weit normal. Wir haben viele junge Spieler, kaum einer von uns hatte vor der Saison ein Regionalligaspiel gemacht“, versucht Frenzel den Unterschied zwischen den Heim- und Auswärtsspielen zu erklären und fügt hinzu: „Von den Voraussetzungen und vom Kader her sind wir in der Regionalliga der absolute Außenseiter. Und auswärts waren wir bisher nicht clever genug, um unsere Torchancen zu nutzen.“

VfL-Trainer Dario Fossi kündigt derweil einige Wechsel in der Startelf an. „Ich werde und muss etwas verändern. Einige Spieler brauchen eine Pause, ich will sie nicht verheizen. Das heißt aber nicht, dass diese Spieler für mich die Sündenböcke für die Niederlage in Lüneburg sind“, sagt Fossi. „Drochtersen/Assel gehört zu den sehr guten Mannschaften in der Regionalliga. Sie stehen hinten gut, sie arbeiten gut und sie sind vorn sehr präsent“, warnt er.

Einen Spieler, mit dem er gern die Klingen gekreuzt hätte, wird Nils Frenzel indes beim Gegner vermissen. Der in Oldenburg geborene Matti Grahle wechselte vor der Saison von Drochtersen/Assel zum Bezirksligisten VfL Lüneburg. „Wegen Matti hatte ich Drochtersen/Assel zuletzt immer besonders beobachtet“, sagt der Kapitän. Nun muss er mit dem VfL zeigen, dass der Außenseiter auch gegen die Beinahe-Bayern-Bezwinger bestehen kann.

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