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NWZonline.de Sport Fußball

DFB will gegen Hooligans härter vorgehen

24.04.2012

KöLN Der brutale Angriff auf Verteidiger Michal Kadlec vom Bundesligisten Bayer Leverkusen durch Hooligans des 1. FC Köln hat bei den Spitzen des deutschen Profifußballs Fassungslosigkeit ausgelöst. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach kündigte ein grundsätzlich härteres Vorgehen gegen Gewalttäter im Fußball an.

„Ich denke, dass wir für die neue Saison an einem strengeren Verhaltenskodex arbeiten müssen – bei beleidigenden Transparenten, Sprechchören, auch, wenn jemand etwas aufs Spielfeld wirft. Das hat im Stadion nichts verloren“, sagte der neue Verbandschef und zog einen Vergleich: „Das gibt es ja im normalen Leben auch nicht, dass man im Restaurant mit Gläsern um sich wirft.“

Die zuletzt ausufernde Gewalt rund um Fußballspiele sei die laut Niersbach „derzeit zweifellos größte Problematik, die wir haben“. Eine Abschaffung der Stehplätze nach englischem Vorbild lehnt Niersbach ab: „Wir stehen zu den Stehplätzen.“ Der DFB-Chef äußerte erneut die Hoffnung, dass sich diese Haltung nicht durch politischen Druck irgendwann einmal zwangsweise ändern muss.

Bayer Leverkusens Sportchef Rudi Völler meinte: „Ich bin sehr beunruhigt. Das ist eine Form der Gewalt, die ich in den letzten 30 Jahren nie so erlebt habe.“

Der 27-jährige Bayer-Profi Kadlec wurde am Montag erfolgreich am Nasenbein operiert. Er will aber dennoch am kommenden Wochenende schon wieder spielen. Den Überfall am Sonntagmorgen nach dem Besuch der Kölner Diskothek „Ivory“ hat Kadlec aber noch nicht verwunden.

„Meine Nase hat sofort stark geblutet, und meine Freundin war geschockt“, beschrieb er den Angriff der zwei 24- und 20-jährigen Männer, die sich als FC-Fans zu erkennen gaben. Kadlec verhinderte mit einem Anruf Attacken auf seine Mitspieler Lars Bender, Gonzalo Castro, André Schürrle und Bernd Leno.

„Der Fußball wird mit seiner Popularität missbraucht von diesen Kriminellen. Das sind Kriminelle, und so müssen sie auch behandelt werden“, sagte Niersbach. Auch der 1. FC Köln suchte Hilfe bei staatlichen Stellen. „Es ist auch ein Thema der Justiz, entsprechend schnell zu urteilen und hart genug zu bestrafen“, sagte Geschäftsführer Claus Horstmann.

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