Frankfurt - Nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund setzt die die Deutsche Fußball Liga (DFL) zunächst auf bewährte Sicherheitsmaßnahmen in der Bundesliga. „Wir haben großes Vertrauen in die Arbeit der Sicherheitsorgane bei Fußballspielen und in die Tätigkeit der Ermittlungsbehörden“, sagte DFL-Chef Christian Seifert am Mittwoch in Frankfurt mit Blick auf den 29. Spieltag am Osterwochenende. Der Anschlag und die Folgen seien auch für die Clubs der Bundesliga und 2. Liga sowie die DFL schockierend.

Eintracht Frankfurt, nächster Bundesligagegner des BVB an diesem Samstag, fällt die Reise nach Westfalen nach den schrecklichen Ereignissen nicht leicht. „Es ist ein Anschlag auf die Freizügigkeit im Fußball, nämlich frei zu Spielen anzureisen. Diese ist nun angegriffen worden“, sagte Eintracht-Vorstandsmitglied Axel Hellmann am Mittwoch: „Deshalb hat man ein mulmiges Gefühl.“

Wie das hessische Innenministerium mitteilte, befänden sich die Schutzmaßnahmen für Bundesligaspiele in dem Bundesland bereits auf einem hohen Niveau. „Für jedes Spiel wird eine tagesaktuelle und individuelle Gefährdungsbewertung erstellt“, sagte ein Sprecher. Dabei würden auch die Ermittlungserkenntnisse in Zusammenhang mit dem Sprengstoffanschlag in Dortmund berücksichtigt, die gegenwärtig von den zuständigen nordrhein-westfälischen Behörden geführt werden.

DFL, Deutscher Fußball-Bund und die Bundesligaclubs hatten nach den Terroranschlägen von Paris und der Absage des Länderspiels zwischen Deutschland und den Niederlanden in Hannover – es wurde wegen Hinweise auf einen geplanten Sprengstoffanschlag abgesagt – im November 2016 die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt. Ohne Leibesvisitationen gibt es inzwischen in keinem Stadion der Ligen mehr Zutritt.