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NWZonline.de Sport Fußball

Fußball: Dieser Schmuck sticht ins Auge

21.06.2012

DANZIG Wenn sich die Fußballer nach dem Abpfiff die Trikots vom Leib reißen, sieht es aus wie früher im Seemannsheim. Überall Tätowierungen: Schriftzeichen, Drachen, Pokale, Kindernamen, Nationalflaggen oder Frauenfiguren. Besonders auffällig: der Portugiese Raul Meireles und der Däne Daniel Agger. Italiens Daniele de Rossi zeigt Humor und ließ sich ein Warnschild mit einem grätschenden Fußballer in die Wade stechen. Lukas Podolski beweist auf dem Oberarm Liebe zu „Cologne“, seiner Fußballheimat Köln.

„Ja, es sind viele Fußballer tätowiert“, sagt der Psychologe Dirk Hofmeister (39, Universität Leipzig). Aber es seien nicht mehr als bei anderen Sportlern oder auch in anderen Bevölkerungsgruppen. Das Bild, das sich bei der EM biete, täusche möglicherweise. „Es gibt auch noch ausreichend Exemplare von Fußballern, die nicht tätowiert sind“, findet der Wissenschaftler, der den auffälligen Körperschmuck erforscht hat.

Für Hofmeister geht es um ein gesellschaftliches Phänomen: Eine Untersuchung habe ergeben, dass hierzulande ungefähr ein Viertel der jungen Erwachsenen unter 25 tätowiert sei. Fußballer stünden in der Öffentlichkeit und seien auch Trendsetter. „Um als Leistungssportler vorne dabei zu sein, muss man zum einen ein sehr ausgeprägtes Ego und zum anderen ein gewisses Geltungsbedürfnis haben.“ Dieses kann sich demnach in Tätowierungen zusätzlich ausdrücken.

„Sehr sympathisch“ findet er den Spruch des Engländers Wayne Rooney. Dessen rechten Arm zieren die Worte „Just Enough Education To Perform“ („Gerade genügend Ausbildung um aufzutreten“) – ein Albumtitel der walisischen Band Stereophonics. Man könnte das auch so übersetzen, dass bei Rooney die Bildung nur für den Fußballerjob reicht – für Hofmeister ein selbstironischer Umgang damit, dass der Stürmer nicht gerade für hochintellektuelle Aussprüche bekannt ist.

„Die Motive werden immer ausgefallener, auch immer persönlicher“, sagt Hofmeister. Der Trend werde durchaus noch eine Weile dauern. „Allerdings, und das ist dann quasi Glück für die, die bisher nicht tätowiert sind, wird es auch in Zukunft abebben.“

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