DORTMUND - Vor dem Spitzenspiel der Fußball-Bundesliga zwischen Spitzenreiter Borussia Dortmund und Hannover 96 an diesem Sonnabend hat das Bundeskriminalamt einen geplanten Sprengstoffanschlag auf das Dortmunder Stadion vereitelt. Das BKA bestätigte am Donnerstag die Festnahme eines 25-jährigen Deutschen, der in der Nähe der Arena drei Sprengsätze versteckt haben soll.

Die zunächst zuständige Staatsanwaltschaft Berlin hat bereits ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Das Motiv des Mannes ist bislang unklar. Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gibt es nicht.

Der BVB verschärfte „vorsorglich seine Sicherheitsmaßnahmen rund um den Signal Iduna Park in Absprache mit der Polizei ab sofort noch einmal“, wie Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke ankündigte.

Die Dortmunder Polizei sieht allerdings „keine Gefährdung für die Besucher des Signal Iduna Parks“, wie sie in einer Mitteilung erklärte.

Vereinspräsident Reinhard Rauball sagte den „Ruhr Nachrichten“, er werde „vollkommen ohne Angst“ ins Stadion gehen: „Ich hoffe, dass sich die Gemeinschaft der Vernünftigen nicht von einem Fehlgeleiteten die Freude verderben lässt.“ Eine Spielabsage habe „zu keinem Zeitpunkt“ zur Diskussion gestanden.