Dortmund - Borussia Dortmund bleibt im Rennen um die direkte Champions-League-Qualifikation und hat die Abstiegsnöte des Hamburger SV vergrößert. Mit dem 3:0 (1:0) über den Tabellen-14. stimmte sich der Revierclub auf das Duell am Samstag bei Fußball-Rekordmeister Bayern München ein. Vor 81 360 Zuschauern in Dortmund sorgten Gonzalo Castro (13. Minute), Shinji Kagawa (81.) und Pierre-Emerick Aubameyang (90.+2) am Dienstag für den Sieg der Borussia im 100.-Liga-Duell mit dem HSV. Für Aubameyang war es das 25. Saisontor.
Dagegen mussten die Hamburger nach zuvor vier Bundesliga-Spielen ohne Niederlage wieder einen Dämpfer hinnehmen. „Ich finde, das Ergebnis war etwas zu happig“, sagte HSV-Sportdirektor Jens Todt: „Wir haben das Spiel 80 Minuten absolut offengehalten.“
Durch den 1:0-Sieg von 1899 Hoffenheim gegen Bayern München im Parallelspiel verpasste Dortmund trotz des Heimerfolgs den Sprung auf Platz drei. Drei Tage, nachdem Aubameyang mit seinem Masken-Jubel im Revierderby für Wirbel gesorgt hatte, führte der Gabuner sein Team als Kapitän auf den Platz. Von einer ungewöhnlichen Maßnahme wollte BVB-Trainer Thomas Tuchel jedoch nichts wissen. Er habe nach einigen Ausfällen die ganz normale Kapitänsreihenfolge beibehalten, sagte der Coach vor der Partie. Unter anderem musste er ohne Marcel Schmelzer, Sokratis und Marco Reus auskommen.
Der HSV, der auf Stamm-Innenverteidiger Kyriakos Papadopoulos verzichten musste, wirkte in der Defensive immer dann anfällig, wenn Dortmund das Spiel schnell machte. Nach Ballgewinnen suchten die Hamburger ihrerseits zügig den Weg nach vorn – zumeist über Bobby Wood. Der Stürmer hatte im ersten Durchgang auch die beste Gelegenheit für die Gäste, doch BVB-Torhüter Roman Bürki parierte (10.).
Für Dortmund hatte Aubameyang (27./43.) weitere gute Möglichkeiten, die Führung vor der Pause auszubauen. „Es war einfach fahrlässig“, sagte Tuchel zu den ausgelassen Möglichkeiten.
