DORTMUND - Die Fußball-Bundesliga geht in ihre entscheidende Phase ein optimistischer Fan vom Tabellenführer Borussia Dortmund hat sich die Meisterschale aber schon vor dem 30. Spieltag auf den Rücken tätowieren lassen. Ich wollte irgendetwas Außergewöhnliches für die Borussia machen, sagte Techniker Martin Hüschen, der sich schon zuvor ein Porträt von BVB-Trainer Jürgen Klopp auf den Rücken hatte stechen lassen.
Wehgetan hätten die beiden Tätowierungen nicht, sagte der 41-Jährige. Es würde mehr weh tun, wenn wir kein Meister werden. Und so soll die Borussia am Sonntag (17.30 Uhr) gegen den SC Freiburg einen weiteren Schritt machen, dass das Tattoo auch am Saisonende seine Berechtigung hat. Klopp selbst blickt dem Ligaendspurt mit Freude entgegen. Es gibt nichts Besseres, es geht um alles, sagte der BVB-Coach.
Sein Trainerkollege vom kommenden Gegner, Robin Dutt, ist dagegen empört und wirft dem Deutschen Fußball-Bund Willkür vor. Es sei zwar richtig, dass St. Pauli nun doch kein Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit machen müsse. Es ist aber eine Ohrfeige für meinen Ex-Verein Stuttgarter Kickers, sagte Dutt. Der Regionalligist musste 2006 nach einem ähnlichen Becherwurf ein Spiel vor leeren Rängen austragen.
Bei St. Pauli ist man über das Urteil hingegen erleichtert, die volle Konzentration gilt nun dem Abstiegskampf am Sonnabend gastieren die Hamburger beim VfL Wolfsburg. Ich werde die letzten Spiele mit viel Energie angehen, versprach Trainer Holger Stanislawski, der St. Pauli nach der Saison verlässt. Mike Büskens schied am Freitag als Nachfolgekandidat aus. Er verlängerte seinen Vertrag bei Greuther Fürth bis Juni 2012.
Während Wolfsburgs Coach Felix Magath seine Elf in der Nähe eines Klosters geruhsam vorbereitete, spendierte Michael Oenning, Trainer des Hamburger SV, seinem Team vor dem Derby gegen Hannover 96 am Sonnabend nach intensivem Training ein paar Grillwürste. Hannovers Leistung ist bemerkenswert, aber ich bin zuversichtlich, dass wir gewinnen, sagte er.
