DORTMUND - Drei Runden vor Saisonschluss in der Fußball-Bundesliga hat Tabellenführer Borussia Dortmund zwar an Vorsprung eingebüßt, doch Hans-Joachim Watzke ist felsenfest vom Titelgewinn überzeugt. „Bayer Leverkusen wird noch alle neun zu vergebenen Punkte holen. Wir holen genug, um Meister zu werden“, erklärt der BVB-Geschäftsführer.

Allerdings: Den BVB plagen Verletzungssorgen. Vor dem Duell mit dem 1. FC Nürnberg an diesem Sonnabend bangt Trainer Jürgen Klopp um den Einsatz von Lucas Barrios. Der Torjäger klagte über Schmerzen im Oberschenkel und ist ebenso angeschlagen wie Mittelfeldspieler Kevin Großkreutz (Knieprobleme).

Fest steht indes schon heute: Finanziell steht der Club vor einer rosigen Zukunft. Sechs Jahre nach der Fast-Pleite sorgt die „Mannschaft der Zukunft“ für unerwartete Millionen-Einnahmen. „Das ist das Ergebnis absolut vernünftiger und solider Arbeit“, sagt Watzke, „aber wir werden weiterhin nicht über unsere Verhältnisse leben“.

Die 2005 noch mit 122 Millionen Euro verschuldete Borussia steht nach umfangreichen Sanierungsarbeiten wieder auf stabilen Füßen. Allein durch die Qualifikation für die Champions League kann der BVB mit mindestens 20 Millionen Euro planen. Zudem wird der Verein aus der nationalen TV-Vermarktung fast fünf Millionen Euro mehr als in der Vorsaison kassieren, dazu winkt eine Meisterprämie von 2,75 Millionen Euro. Die Einnahmen könnten sich am Saisonende auf 27,23 Millionen Euro summiert haben.

Dennoch bleibt der Transferrahmen begrenzt. Mit den offenbar fünf Millionen Euro Ablöse für Ilkay Gündogan (20) vom 1. FC Nürnberg wäre der Spielraum ausgereizt – falls sich nicht weitere Einnahmen aus Spielverkäufen ergeben.

Nur der Transfer des derzeit an den VfB Stuttgart ausgeliehenen Tamas Hajnal (1,5 Millionen Euro Ablöse) könnte die Möglichkeiten für einen weiteren Deal eröffnen. Dortmund hat unter anderem den Kroaten Ivan Perisic (22) vom FC Brügge im Visier.

Noch steht zudem eine Entscheidung von Nuri Sahin aus, seinen Vertrag zu verlängern oder den BVB für die festgeschriebene Ablösesumme von sechs Millionen Euro zu verlassen.