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NWZonline.de Sport Fußball

BVB lässt sich neue Rolle etwas kosten

22.05.2019

Dortmund Borussia Dortmund rüstet seinen Kader für den nächsten Titel-Showdown mit dem FC Bayern auf. Durch die Einigung mit Nationalspieler Nico Schulz vom Ligarivalen 1899 Hoffenheim ist die erste Verstärkung für die kommende Saison perfekt. Der 26-jährige Linksverteidiger unterschrieb beim Vize-Meister einen Vertrag bis zum 30. Juni 2024. „Genau wie die deutsche Fußball-Nationalmannschaft werden wir von seiner Physis, seinem Tempo und seiner extremen Dynamik sehr profitieren“, sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc. Die Ablösesumme soll angeblich bei 27 Millionen Euro liegen.

Auch der Transfer von Julian Brandt steht vor dem Vollzug. Der Nationalspieler wird Bayer Leverkusen der „Bild“-Zeitung zufolge im Sommer verlassen und ebenfalls nach Dortmund wechseln. Demnach hat der 23-Jährige seine Ausstiegsklausel aus dem bis 2021 laufenden Vertrag gezogen. Noch in dieser Woche werde der Mittelfeldspieler zum Medizin-Check beim BVB erwartet. Brandt soll seinen Entschluss auf der Mannschaftsfahrt nach Barcelona mitgeteilt haben. Der aus Bremen stammende Offensivspieler soll für die festgeschriebene Ablösesumme von 25 Millionen Euro wechseln können.

Diese Transfers passen zur neuen Strategie des Revierclubs, auch verbal geht der Meisterschaftszweite in die Offensive. Ungewohnt forsch und frühzeitig äußerte sich Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke am Dienstag zu den Zielen für die kommende Spielzeit: „Es ist an der Zeit, etwas ambitionierter aufzutreten. Wir werden mit der klaren Maßgabe in die neue Saison gehen, dass wir wieder versuchen werden, um die deutsche Meisterschaft mitzuspielen.“

Der BVB-Chef sprach von einer „klaren Verpflichtung“: „Es gibt keine andere zweite Kraft in Deutschland als Borussia Dortmund. Wir haben im gesamten Jahrzehnt nur 2018 am Ende nicht mehr um einen Titel gekämpft. Deshalb werden wir das jetzt offensiver angehen. Mal schauen, was wir dafür kriegen.“ In den vergangenen Jahren hatte der BVB lediglich Ansprüche auf einen Champions-League-Platz angemeldet.

Schulz trainierte in seiner kurzen und von einer schweren Verletzung geprägten Zeit bei Borussia Mönchengladbach bereits unter BVB-Coach Lucien Favre. Zuvor hatte er bei Hertha BSC gespielt. Schulz könnte in Dortmund auf der Linksverteidigerposition eine Lücke schließen, weil weder Marcel Schmelzer (31) noch der aktuell zu Celtic Glasgow verliehene Jeremy Toljan (24) in den Planungen von Favre eine Rolle spielen.

Abgeschlossen sind die personellen Planungen der Borussia mit der Verpflichtung von Schulz nicht. Die Unterschrift von Thorgan Hazard (Mönchengladbach) gilt nur noch als Formsache.

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