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NWZonline.de Sport Fußball

Dortmunder senden erstes Zeichen

05.08.2019

Dortmund Lucien Favre ließ es sich nicht nehmen, den Siegerpokal eigenhändig in die Spielerkabine zu tragen. Wie einen Schatz hielt der Dortmunder Trainer seine erste in Deutschland gewonnene Trophäe dabei mit einem Lächeln in beiden Händen. Das 2:0 (0:0) über die Münchner im Supercup, bei dem der Bayern-Herausforderer aus dem Revier seinen forschen Worten Taten folgen ließ, machte nicht nur den Fußball-Lehrer stolz. „Wenn es bis zum Ende der Saison so weitergeht, unterschreibe ich das“, kommentierte Marco Reus. Wie der BVB-Kapitän wirkte auch Torschütze Jadon Sancho ermutigt: „Das kann unser Jahr werden.“

Den Auftritt der Dortmunder werteten alle Beobachter als erste Warnung an den FC Bayern. Mit einer über weite Strecken soliden Abwehrleistung und sehenswertem Konterfußball deutete die Borussia an, dass es nicht vermessen war, den Titel erstmals seit Jahren als Saisonziel auszugeben. „Wir wissen, dass es heute nicht der Meistertitel war und bewerten das sicher nicht über“, sagte Zugang Nico Schulz, verwies aber auf die inspirierende Wirkung des Erfolgs: „Wir wollten ein Zeichen setzen, dass wir da sind und in dieser Saison versuchen, vor den Bayern zu landen.“

Schon bei seiner ersten Spielanalyse wenige Minuten nach dem Spiel sorgte Coach Favre dafür, dass seine Profis nicht die Bodenhaftung verloren. Bei aller Freude über den Erfolg nach Toren von Paco Alcácer (48. Minute) und Sancho (69.) pflegte der Schweizer einmal mehr seinen Ruf als Perfektionist. „65 Prozent Ballbesitz für die Bayern sind zu viel. Wir müssen viel geduldiger den Ball halten. Von links nach rechts, von rechts nach links, damit wir Zeit haben, uns zu ordnen“, kommentierte Favre die hohe Fehlerquote im Aufbauspiel.

Gut möglich, dass die Borussia mit allen Zugängen in Zukunft auch gegen die Bayern dominanter auftreten kann. Denn im ersten Kräftemessen der Saison zwischen den beiden Branchenführern fehlten in Mats Hummels (München), Julian Brandt (Leverkusen), Thorgan Hazard (Mönchengladbach) und Mateu Morey (Barcelona) gleich vier der fünf im Sommer verpflichteten Profis. Dass dennoch der Supercup im Trophäenschrank landete, wertete den Erfolg zusätzlich auf. „Wir fühlen uns sehr wohl mit dem Kader und haben in der Vorbereitung schon gemerkt, dass einige Dinge ziemlich gut funktionieren“, sagte Sportdirektor Michael Zorc.

Es sorgte für zusätzliche Freude, dass auch Rückkehrer Hummels im Konfettiregen der Siegerehrung von den Fans mit Applaus bedacht wurde. Offenbar haben sie ihm sein dreijähriges Intermezzo beim Erzrivalen aus München verziehen. Das im Haar des Innenverteidigers verbliebene Konfetti trug bei dessen Besuch in der gegnerischen Kabine nicht zur Stimmungsaufhellung bei seinen ehemaligen Teamgefährten bei. „Unser Anspruch war das nicht. Dortmund hat auf die Fehler gewartet, und wir waren naiv genug, sie zu machen“, klagte Außenverteidiger Joshua Kimmich.

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