DORTMUND - Bundestrainer Joachim Löw hat den künftig in Dortmund vereinten Jungstars Mario Götze und Marco Reus Hoffnung auf mehr als eine Jokerrolle bei der Fußball-Europameisterschaft gemacht. „Es wäre nicht das erste Mal, dass sich da ein Spieler in den Vordergrund drängt. Marco Reus hat bei uns noch nicht so oft gespielt, ist für mich einer der Gewinner dieser Bundesliga-Saison“, sagte Löw über den Mönchengladbacher.
Der lange verletzte Dortmunder Götze gehöre wiederum noch nicht lange zum Kreis der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). „Er spielt aber, als wäre er schon immer Teil dieser Nationalmannschaft. Ich glaube, dass beide bei dieser EM mehr als eine Jokerrolle spielen können“, sagte Löw.
Der viermalige Nationalspieler Reus (16 Bundesligatore) hatte wiederholt Einladungen aus gesundheitlichen Gründen oder Verletzungen absagen müssen. Er stand bei der 1:2-Niederlage gegen Frankreich am 29. Februar im Bremer Weserstadion erstmals in der Startformation des deutschen Nationalteams.
Götze, zwölf Einsätze, fehlte Meister Dortmund lange wegen einer hartnäckigen Schambeinentzündung. Der BVB-Star scheint aber zur EM wieder fit zu sein.
Zu Überraschungen im „erweiterten Kader“ von zunächst mehr als 23 Spielern, den Löw am 7. Mai im badischen Rastatt bekanntgeben wird, mochte sich der Bundestrainer noch nicht äußern. Er werde mit seinem Trainerstab bis dahin „noch manche Diskussion führen“, kündigte der 52-Jährige an: „Der Kader ist auf vielen Positionen sicherlich schon festgelegt. Aber es gibt noch vier, fünf Positionen, die offen sind.“
Die Nationalmannschaft startet am 11. Mai mit einem ersten Trainingslager auf Sardinien in die Vorbereitung auf die EM-Endrunde in Polen und der Ukraine (8. Juni bis 1. Juli). Die DFB-Auswahl trifft in der Vorrunde auf Portugal, die Niederlande und Dänemark.
Von Sardinien reist der DFB-Tross am 18. Mai weiter nach Südfrankreich. Am 26. Mai erfolgt aus dem Trainingscamp ein Abstecher nach Basel zu einem Testspiel gegen die Schweiz. Am 31. Mai folgt die EM-Generalprobe in Leipzig gegen Israel. „Die Entscheidung, wer bei der EM spielt, fällt nach den zwei, drei Wochen Vorbereitung“, erklärte Löw.
