DORTMUND - Mit einer Wutrede hat Trainer Thomas Doll vom Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund seinem Unmut über die Berichterstattung in den Medien Luft gemacht. „Noch vor 13 Monaten lag hier alles am Boden. Jetzt ist der Europapokal erreicht und dennoch wird alles schlecht gemacht“, schimpfte der 42-Jährige bei der Pressekonferenz am Mittwoch.

Besonders die Spekulationen um einen neuen Torhüter und die Trainerdiskussion, bei der am vergangenen Sonnabend, unmittelbar vor dem Pokalfinale, von einem TV-Nachrichtensender Jürgen Klopp als designierter Nachfolger verkündet worden war, brachte Doll auf die Palme: „Das ist einfach respektlos.“

Auch die Spekulationen um Aufstellungen und Zukunft einiger Spieler stellte der BVB-Coach an den Pranger. „Spieler, die von den Zeitungen bereits aus dem Verein geschrieben werden, sollen am Freitag bei Eintracht Frankfurt die Knochen hinhalten. Da lach’ ich mir den Arsch ab“, wetterte Doll. Wenn man den Trainer weghaben und die Mannschaft austauschen wolle, solle man nicht glauben, dass sich dadurch sofort etwas ändere.

Derweil wechselt der südafrikanische Nationalspieler Steven Pienaar für 2,6 Millionen Euro zum englischen Erstligisten FC Everton. Der Mittelfeldspieler spielte in dieser Saison bereits auf Leihbasis für den Verein aus Liverpool.

Verzichten muss der BVB im Bundesligaspiel an diesem Freitag (20.30 Uhr) in Frankfurt auf Sebastian Kehl, der sich Teilabrisse zweier Bänder im linken Sprunggelenk zugezogen hat. Unterdessen wird Christian Wörns mit Zweitligist 1860 München in Verbindung gebracht. Der 35-Jährige ist in München angeblich schon auf Haussuche.