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NWZonline.de Sport Fußball

BVB bleibt trotz Derbypleite dran

29.04.2019

Dortmund Dem Derby-Desaster folgte die Kapitulation. Selbst der ansonsten als zurückhaltend bekannte Lucien Favre redete nach dem demütigenden 2:4 (1:2) gegen den Erzrivalen FC Schalke Klartext. „Der Titel ist verspielt“, bekannte der Dortmunder Trainer und erklärte den FC Bayern im Fernduell um die Meisterschaft vorzeitig zum Sieger. Da wusste der BVB-Trainer allerdings noch nicht, dass die Münchner gegen Nürnberg im Kampf um die Meisterschaft Punkte liegen lassen würden.

Die denkwürdige Partie am Samstag mit vier königsblauen Wirkungstreffern, einer diskussionswürdigen Elfmeterentscheidung und zwei Roten Karten wertete der Schweizer als einen Tiefpunkt seiner bisherigen Trainerkarriere: „Das habe ich noch nie erlebt. Vor allem die Art und Weise, wie es passiert ist. Das ist sehr schwer zu verdauen.“

Der unerwartete Rückschlag gegen den zuletzt verunsicherten Viertletzten aus Gelsenkirchen traf nicht nur den Fußball-Lehrer bis ins Mark. „Derby-Niederlagen sind immer sehr bitter – heute noch ein bisschen mehr. Das tut sehr weh“, sagte Lizenzspielerchef Sebastian Kehl.

Nicht nur die Gegentore von Daniel Caligiuri (18. Minute/Handelfmeter sowie 62.), Salif Sané (28.) und Breel Embolo (86.), sondern auch die beiden Platzverweise für Marco Reus (60.) und Marius Wolf (65.) schlugen den Dortmundern mächtig aufs Gemüt. Als beim Stand von 1:2 eigentlich ein kühler Kopf gefragt war, verloren der Nationalspieler und der Außenverteidiger die Nerven. Ihre Fouls jeweils an Suat Serdar binnen fünf Minuten besiegelten die erste Heimniederlage der Saison. „Mit elf Mann hätten wir dieses Spiel gewonnen. Oder zumindest unentschieden gespielt“, kommentierte Torhüter Roman Bürki. Zudem werden Reus und Wolf ihrer Mannschaft beim schweren Spiel am Samstag in Bremen und wohl auch noch in weiteren Partien fehlen.

Über die Platzverweise für seine Spieler verlor Favre nur wenige Worte. Dagegen reagierte er erbost auf die Frage nach der Regelauslegung bei Handspiel. Weil Schiedsrichter Felix Zwayer nach einem unabsichtlichen Handspiel von Abwehrspieler Julian Weigl mit Hilfe des Videobeweises auf Elfmeter entschieden und damit den bis dahin nach einem Tor von Mario Götze (14.) führenden BVB aus dem Konzept gebracht hatte, holte der Trainer zum Rundumschlag aus: „Das ist der größte Skandal im Fußball seit Jahren, eine Schande. Der Fußball macht sich lächerlich.“ Mit diesen deutlichen Worten dürfte sich die Dauer-Diskussion über die Handspielregel weiter verschärfen. „Die Leute, die diese Regel erfunden haben, können nicht mehr in den Spiegel sehen. Sie haben keine Ahnung von Fußball“, klagte der Coach.

Zwayer setzte sich gegen die Vorwürfe umgehend zur Wehr: „Die Aufnahmen haben eindeutig gezeigt, dass es nach aktueller internationaler und nationaler Auslegung ein strafbares Handspiel war.“

Dagegen feierten die Schalker das unerwartete Erfolgserlebnis wie eine Meisterschaft. Die Spieler posierten vor den jubelnden Fans für ein Mannschaftsfoto, der Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies küsste Trainer Huub Stevens sogar auf die Stirn.

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