Dortmund - Nach dem Halbfinaleinzug in der Fußball-Champions-League herrschte ungläubiges Staunen. Weder die Spieler noch die Verantwortlichen von Borussia Dortmund konnten den 3:2 (1:1)-Sieg in der Nachspielzeit gegen den FC Málaga zunächst überhaupt fassen.

„Das war so großartig, die Fans freuen sich ein zweites Loch in den Allerwertesten. Wir werden nicht gut schlafen, aber das ist mir total egal“, sagte BVB-Trainer Jürgen Klopp: „Wir genießen das, aber wir werden jetzt nicht feiern, als hätten wir schon was gewonnen.“

Der Siegtorschütze war noch lange nach dem Abpfiff völlig perplex. „Es ist unglaublich“, meinte Felipe Santana, der in der dritten Minute der Nachspielzeit den Triumph erst ermöglicht hatte: „Damit meine ich nicht nur meinen Treffer, sondern die gesamte Leistung der Mannschaft. Wir haben in der zweiten Halbzeit unheimlich viel gekämpft und wurden belohnt.“

Sprachlos war auch Robert Lewandowski: „Heute hat sich die gesamte Mannschaft für diese Kraftleistung am Ende belohnt. Ich bin sehr stolz.“

„So etwas habe ich noch nie erlebt. Wir waren ja tot!“, sagte Sportdirektor Michael Zorc. Es sei „schwer, dafür Worte zu finden. Wir haben nie aufgegeben.“ Bei aller Euphorie hatte er aber auch Lob für den Gegner übrig. „Málaga hat taktisch sehr stark gespielt“, lobte Zorc.

Und auch Klopp fühlte mit den unterlegenen Spaniern: „Mir tut Málaga leid, die Mannschaft hat sehr gut gespielt. Aber wir waren auch leicht zu verteidigen. Das beste an der ersten Halbzeit war, dass sie vorbei war.“