Vor dem Derby beim SV Wilhelmshaven diesen Sonntag (15 Uhr, Jadestadion) drücken Oberligist VfB Oldenburg Personalsorgen. Gleich drei Stürmer mussten zu Wochenbeginn mit dem Mannschaftstraining aussetzen. Thomas Friauf (Kapselverletzung), Erkan Kilicaslan (Oberschenkelprobleme) und Sebastian Ghasemi-Nobakht (Muskelverhärtung) absolvierten nur Laufeinheiten. Auch Kapitän Alexander Eckel ist noch nicht wieder fit. Dennoch glaubt VfB-Trainer Joe Zinnbauer fest an einen Sieg. „Vielleicht liegt der Vorteil sogar bei uns. Denn während der SVW für die neue Regionalliga qualifiziert ist, geht es bei uns noch um etwas.“
Kampflos wollen die Wilhelmshavener die Punkte aber nicht hergeben. Nach dem Bekenntnis des Hauptsponsors vom Donnerstag zur Fortsetzung seines Engagements gaben sich die Clubverantwortlichen überaus selbstbewusst. Mit einem Sieg gegen den VfB wollen sie sich nun hinter dem neuen Meister Holstein Kiel den zweiten Platz sichern.
Beim VfB Oldenburg lautet das Ziel nun, Platz sieben zu halten. Dieser reicht nach der wohl feststehenden Lizenzverweigerung für den Oberliga-Fünften TuS Heeslingen zur Teilnehme an der Relegation. Gleiches strebt aber auch der SV Meppen an, der diesen Freitag (19.30 Uhr) Eintracht Nordhorn erwartet. Dank eines furiosen Endspurts liegen die Emsländer mit 49 Zählern gleichauf mit dem VfB, der nur aufgrund des Vier-Tore-Vorsprungs einen Rang höher steht. Zur Erinnerung: In der Winterpause lagen Oldenburg und Meppen 16 Punkte und elf Tabellenplätze auseinander. Das weckt Erinnerungen an die Qualifikation zur eingleisigen Oberliga in der Saison 2003/2004. Am letzten Spieltag überholte Meppen die einen Punkt davor liegenden
Oldenburger, die den bitteren Gang in die Niedersachsenliga antreten mussten.
Entspannter kann der BV Cloppenburg an diesem Freitagabend (19.30 Uhr, Friesoyther Straße) sein Heimspiel gegen den FC Oberneuland angehen. Nach den Siegen in Oldenburg (1:0) und beim VSK Osterholz-Scharmbeck (2:0) reicht wohl ein Punkt, um die Qualifikation endgültig zu schaffen.
Als neuer Meister der Niedersachsenliga wird der VfL Oldenburg vor dem Heimspiel gegen den SC Langenhagen an diesem Sonntag (15 Uhr, Alexanderstraße) von Staffelleiter Klaus Bittigau geehrt. Die Partie nutzt das Team von Trainer Frank Claaßen als ersten Härtetest für die Relegationsrunde zur Regionalliga. Erster Gegner am 4. Juni wäre momentan der VfB Oldenburg.
Torhüter Nourreddine Semghoun wechselt zur kommenden Saison vom Fußball-Regionalligisten Kickers Emden zum VfB Lübeck. Der 26-Jährige unterschrieb einen Einjahresvertrag.
Neuer Trainer der U 16 und U 18 von Werder Bremen ist Marco Grote. Der 35-Jährige spielte bis Dezember 1999 beim VfB Oldenburg. Von dort wechselte er zum Hamburger SV II und beendete seine Laufbahn beim VfB Lübeck.
