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NWZonline.de Sport Fußball

Dresdner empfinden Ausschluss als unfair

26.11.2011

DRESDEN Das Urteil des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zum Ausschluss von Dynamo Dresden aus dem DFB-Pokal in der Saison 2012/13 hat kontroverse Diskussionen ausgelöst. Der harte, aber nach Faktenlage wohl überlegte Richterspruch nach den Fan-Ausschreitungen in der Pokalpartie bei Borussia Dortmund am 25. Oktober stürzte den Zweitligisten in ein Jammertal. 28 Verurteilungen vor dem DFB-Sportgericht seit 2002, drei Teilausschlüsse der Fans in den Jahren 2005, 2009, 2010 sowie 16 Abmahnungen gegen den Club hatten das Fass zum Überlaufen gebracht.

So sehen es auch Vertreter aus der Bundesliga. „Man muss sagen, dass die Verantwortlichen es nicht voll im Griff hatten, aber dafür verantwortlich sind. Musste man nun ein Zeichen setzen? Ich glaube, dass es nötig ist“, sagte Werder Bremens Geschäftsführer Klaus Allofs. Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge zeigte ebenfalls Verständnis für den Ausschluss: „Der DFB wird sich diese Entscheidung gut überlegt haben.“

Zumindest in Sachsen löste das Urteil – die Dresdner überlegen noch, ob sie Berufung einlegen – eine Diskussion auf allen Ebenen aus: Ob Verein, Fans oder einige Politiker im Freistaat – fast überall herrschte Unverständnis. Dynamo-Legende Hans-Jürgen Dörner (60) bezeichnete das Urteil als „sehr hart. Ich denke, dass eine Geldstrafe auch angemessen gewesen wäre, und ich hoffe, dass die Leute, die die Ausschreitungen verursacht und mitgemacht haben, nun sehen, welchen Schaden sie anrichten.“

Der Vorwurf an den DFB, man wolle an Dynamo ein Exempel statuieren, wurde mehrfach in den Ring geworfen. Doch der Vorsitzende Richter Hans Lorenz hatte sich die Konsequenzen nach fünfstündiger Verhandlung intensiv überlegt. Immerhin standen zwei „Geisterspiele“ im Liga-Alltag alternativ zur Debatte. Finanziell hätte ein solches Urteil Dynamo härter getroffen als die nun erfolgte Verbannung aus dem DFB-Pokal, wo es in diesem Jahr in Runde eins rund 95 000 Euro Antrittsgeld gab – ein Weiterkommen kann schließlich nicht eingeplant werden. Die geschätzten Zuschauereinnahmen von Dynamo bei einem ausverkauften Heimspiel liegen bei 300 000 Euro.

Borussia Dortmund war vom DFB-Sportgericht wegen der Vorfälle zu einer Geldstrafe von 8000 Euro verurteilt worden. Dem Club wurden Mängel beim Sicherheitsdienst vorgeworfen. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke kündigte an, Berufung einzulegen.

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