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NWZonline.de Fussball

Fußball: 27 Clubs fordern zweigleisige 3. Liga

11.05.2020

Elversberg Der Saarländische Fußball-Verband hat beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) für den Außerordentlichen Bundestag am 25. Mai einen Antrag auf die Einführung einer zweigleisigen 3. Liga mit je 18 Vereinen gestellt. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wurde das vierseitige Dokument am Samstagabend beim DFB eingereicht. Das vom Regionalligisten SV Elversberg erarbeitete Konzept unterstützen mindestens 27 Viertligisten.

Der Bundestag, der virtuell durchgeführt wird, war einberufen worden, um „über die Durch- und Fortführung beziehungsweise den möglichen Abbruch von DFB-Spielklassen einschließlich der erforderlichen Entscheidungen über Auf- und Abstieg“ zu beratschlagen.

Allerdings setzt das Konzept dort an: Da „ohnehin vorübergehend gravierende Eingriffe in den Spielbetrieb“ nötig seien, könnten durch das Modell Fragen gelöst werden. So könne der pyramidale Spielklasse-Aufbau erreicht werden und alle Regionalliga-Meister aufsteigen, was aktuell mit einer dritten und fünf vierten Ligen nicht der Fall ist.

Zweigeteilt biete die Liga die Möglichkeit längerer Einsatzzeiten für Nachwuchsspieler und weniger Fahrt- und Reisekosten sowie potenziell höhere Zuschauerzahlen wegen mehr Derbys, argumentiert die Gruppe. Demgegenüber steht die Frage, wie sich die TV-Einnahmen von derzeit 842 000 Euro pro Saison und Drittligist auf dann 36 statt 20 Vereine verteilen lassen, was durch eine Mehrjahrestabelle aufgefangen werden soll. Die Regionalligisten erhalten keine TV-Gelder.

Unterstützer des Antrags sind bisher neben Elversberg die Südwest-Ligarivalen FC Homburg, SSV Ulm, Kickers Offenbach, FSV Frankfurt, FK Pirmasens und TSV Steinbach-Haiger; aus dem Westen Alemannia Aachen, Rot-Weiss Essen, Rot-Weiß Oberhausen, Fortuna Köln und der Bonner SC; aus dem Nordosten die VSG Altglienicke, Lok Leipzig, Energie Cottbus, der Berliner AK, der BFC Dynamo, Viktoria Berlin und der SV Babelsberg; aus Bayern der FC Schweinfurt, die Spvgg. Bayreuth und Viktoria Aschaffenburg sowie aus dem Norden neben Eintracht Norderstedt, Altona 93 und Weiche Flensburg auch die 2. Teams von Werder Bremen und VfL Wolfsburg.

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