DüSSELDORF - Fortuna Düsseldorf hat den Relegationsplatz in der Zweiten Fußball-Bundesliga gegen den FC St. Pauli verteidigt, den Verfolger aber nicht abhängen können. Die Rheinländer kamen am Montagabend nicht über ein 0:0 im Spitzenspiel hinaus und rangieren damit weiterhin nur zwei Punkte vor dem Tabellenvierten. Die Hamburger verpassten es, die seit sechs Spielen unbesiegte Fortuna von Rang drei zu verdrängen.

47 484 Zuschauer in Düsseldorf sahen eine über weite Strecken ausgeglichene Partie ohne große Höhepunkte vor den Toren. Paulis Verteidiger Carlos Zambrano erhielt in der 73. Minute die Gelb-Rote Karte und spuckte beim Verlassen des Platzes seinen Gegenspieler Sascha Rösler an. Die Emotionen kochten auch nach der Partie hoch.

Die beiden ehemaligen Erstligisten lieferten sich von Beginn an eine verbissene und umkämpfte Partie, in der sich die Fortuna leichte Feldvorteile erspielte. In der 32. Minute jubelten jedoch die Gäste über ihre vermeintliche Führung. Doch St. Paulis Torjäger Marius Ebbers stand bei seinem Treffer im Abseits.

St. Pauli darf unterdessen für das Heimspiel am 22. April gegen Hansa Rostock keine Gästekarten verkaufen. Es liege eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung vor. Dies bestätigte am Montag das Hamburger Verwaltungsgericht in einem Eilverfahren und unterstrich damit eine Verfügung der Hamburger Polizei. Diese hatte untersagt, etwa 2500 Karten an Hansa abzugeben. Der Club hatte dagegen Widerspruch eingelegt.

Selbst ein massiver Einsatz von Polizeikräften bei der Fan-Überwachung vor, während und nach dem Spiel könne voraussichtlich gewalttätige Ausschreitungen der rivalisierenden Gruppen nicht verhindern, begründete das Gericht seine Entscheidung.