DüSSELDORF - Kickers Emden bleibt die Mannschaft der Stunde in der Fußball-Regionalliga Nord. Im Spitzenspiel konnte auch Fortuna Düsseldorf die Ostfriesen nicht stoppen; die Gäste gewannen vor 15 129 Zuschauern mit 2:0 und behaupteten so die Tabellenführung. Den zweiten Aufstiegsplatz verteidigte der Wuppertaler SV mit einem 1:0-Sieg bei Energie Cottbus II. Das Ost-Derby gewann Union Berlin bei Dynamo Dresden mit 1:0 und ist durch den vierten Erfolg nacheinander weiter auf dem Vormarsch.

„Heute haben wir es unseren Auswärtskritikern mit einer traumhaft schönen zweiten Halbzeit gezeigt“, sagte Emdens Trainer Stefan Emmerling, der früher selbst bei Fortuna Düsseldorf aktiv war. Nostalgische Gefühle kamen bei ihm aber nicht auf: „Dazu ist es zu lange her“, sagte Emmerling, der trotz der Spitzenposition noch nicht von der Zweiten Bundesliga sprechen will. Emden ging durch einen Treffer von Enrico Neitzel (67.) in Führung, Marcel Reichwein (87.) erhöhte kurz vor Schluss zum Endstand.

Düsseldorfs Trainer Uwe Weidemann ärgerte sich zwar über viele vergebene Chancen und über die verpasste Gelegenheit, selbst auf einen Aufstiegsrang zu ziehen, sagte aber: „Es macht jetzt keinen Sinn, auf die Stürmer draufzuhauen.“ Die Düsseldorfer wurden von Rot-Weiß Erfurt mit einem 1:0-Erfolg beim SC Verl vom dritten Platz verdrängt.

Das im Vorfeld zum brisanten Ost-Derby hoch gepuschte Duell zwischen Dynamo Dresden und Union Berlin blieb auf dem Rasen und trotz einer kurzen Unterbrechung nach drei Minuten auch auf den gut besetzten Rängen fair. Ungeachtet des 1:0-Sieges sprach Berlins Trainer Uwe Neuhaus von der „schlechtesten Offensivleistung seit Wochen“.

Hinter Berlin schafften auch Rot-Weiß Oberhausen und Rot-Weiss Essen den Anschluss ans Vorderfeld. Oberhausen kletterte durch einen 5:0-Heimsieg gegen den VfL Wolfsburg II auf Rang sechs. Essen ist nach dem 3:0-Sieg beim Hamburger SV II neuer Siebter.