DüSSELDORF - Die Spuckattacke von Carlos Zambrano kann den FC St. Pauli im Aufstiegskampf zur Fußball-Bundesliga noch teuer zu stehen kommen. Nach dem Ausraster des 22-jährigen Abwehrspielers im Zweitliga-Spitzenspiel bei Fortuna Düsseldorf (0:0) am Montagabend droht Zambrano im Saisonendspurt eine Sperre. Der DFB-Kontrollausschuss leitete am Dienstag nach Auswertung der TV-Bilder ein Ermittlungsverfahren ein und forderte den Peruaner zu einer Stellungnahme auf.
Ich bin hier nicht der Richter und sage, den muss man jetzt ein halbes Jahr aus dem Verkehr ziehen. Das ist nicht meine Aufgabe, aber dafür gibt es Leute, die zuständig sind, sagte Fortuna-Trainer Norbert Meier über den negativen Höhepunkt des ansonsten blassen Spitzenspiels zwischen dem Tabellendritten und dem Verfolger aus Hamburg. Kurz vor Schluss verlor Innenverteidiger Zambrano jegliche Contenance und spuckte nach seiner Gelb-Roten Karte Gegenspieler Sascha Rösler auf das Trikot.
Vereinsintern drohen Zambrano allerdings keine Konsequenzen. Das ist eines Spielers des FC St. Pauli nicht würdig, aber es ist leider passiert, sagte Teammanager Christian Bönig. Ein ernstes Gespräch mit Zambrano sei vorgesehen. Danach wird ihm so etwas nicht mehr passieren, meinte Bönig.
Am Tag nach dem Vorfall entschuldigte sich Zambrano bei Rösler und zeigte sich einsichtig. Ich habe mich grob unsportlich verhalten, das hätte mir nicht passieren dürfen, sagte der 22-Jährige.
Auslöser der hitzigen Aktion war Zambranos Foul an Sascha Dum. Der hitzköpfige Rösler forderte sofort eine Bestrafung für Zambrano. Fifa-Referee Wolfgang Stark blieb ohnehin keine andere Wahl, als den Peruaner mit Gelb-Rot vom Platz zu stellen.
