DüSSELDORF/REGENSDORF - Nach seinen vier Toren beim 5:0 gegen Energie Cottbus kann Kevin Kuranyi vom Bundesligisten Schalke 04 endgültig für die Fußball-EM in Österreich und der Schweiz planen. Ein böses Erwachen wie vor der WM 2006 muss der Stürmer diesmal nicht befürchten. „Kevin wird – wenn nichts mehr dazwischenkommt – bei der EM dabei sein“, sagte Bundestrainer Joachim Löw.
„Kevin hatte eine schwächere Phase, aber bei uns hat er in den vergangenen Jahren überzeugt und viele Tore erzielt. Er ist wertvoll für uns“, erklärte Löw weiter und ergänzte mit Blick auf den Viererpack: „Das war wie eine Befreiung für Kevin.“
Kuranyi ist damit neben Stuttgarts Mario Gomez und den beiden Münchner Miroslav Klose und Lukas Podolski der vierte Stürmer, der das Ticket zur EM in der Tasche hat. Ein Stürmer-Platz ist noch zu vergeben.
„Der fünfte Stürmer ist offen. Es wird sehr wahrscheinlich entweder Mike Hanke, Patrick Helmes, Stefan Kießling oder Oliver Neuville sein“, sagte Löw, ohne einen Favoriten zu benennen. Der 23-köpfige Kader wird offiziell am 16. Mai auf der Zugspitze bekannt gegeben
Unterdessen bestand der deutsche Schiedsrichter Herbert Fandel sowie seine Assistenten Carsten Kadach (Suderburg) und Volker Wezel (Tübingen) den abschließenden EM-Fitnesstest. Das teilte die Europäische Fußball-Union Uefa am Donnerstag am Ende eines Lehrgangs in Regensdorf bei Zürich mit.
„Es ist schon eine gewisse Erleichterung zu spüren, dass diese Barriere beseitigt ist“, sagte Fandel. In ihrem EM-Quartier erhielten die Unparteiischen Anweisungen für ein konsequentes Durchgreifen bei dem Turnier. Gesundheitsgefährdende Fouls müssen mit einer Roten Karte bestraft werden. „Schwalben“ haben zwingend eine Verwarnung zur Konsequenz.
Die Polen können bei ihrem ersten Gruppenspiel am 8. Juni in Klagenfurt gegen Deutschland derweil Roger Guerreiro einsetzen. Der Brasilianer erhielt am Donnerstag die polnische Staatsbürgerschaft. Er spielt seit 2005 bei Legia Warschau.
