DüSSELDORF - DÜSSELDORF - Ein Punkt bei der lange Zeit als Meisterschaftsfavorit gehandelten Fortuna aus Düsseldorf – das kann sich sehen lassen. In Anbetracht der prekären Situation ist das 1:1 des Fußball-Regionalligisten SV Wilhelmshaven vor 5150 Zuschauern in der LTU-Arena allerdings zu wenig. Andreas Lambertz hatte den Ex-Bundesligisten in der 19. Minute in Führung gebracht, Steffen Bury traf in der 33. Minute zum Endstand. Der Rückstand des SVW auf einen Nichtabstiegsplatz beträgt nun sieben Punkte.
Es kriselt seit Wochen bei den Düsseldorfern, die seit neun Spielen nicht mehr gewonnen hatten. Das hatte Konsequenzen: Trainer Uwe Weidemann verzichtete in der Anfangsformationen aus disziplinarischen Gründen gleich auf vier Spieler.
Der SVW hingegen versuchte, dem Gastgeber mit einer neuen Taktik das Siegen schwer zu machen. Interimstrainer Kay Stisi hatte sich für drei Dreierketten und eine Spitze entschieden. Den Druck der Fortuna verhinderten sie damit nicht, allerdings blieben die Chancen überschaubar. Knapp 20 Minuten dauerte es bis zur ersten Fortunen-Möglichkeit. Doch diese brachte auch gleich den Führungstreffer – Lambertz traf in der 19. Minute.
Danach hielt Düsseldorf das Tempo hoch, aber ein Missverständnis führte zur ersten SVW-Ecke. Die trat Waldemar Kowalczyk, Matthias Örüm verlängerte, und Steffen Bury markierte das 1:1.
In der zweiten Hälfte wurde Stisi von Schiedsrichter Bartsch auf die Tribüne geschickt. Zuvor hatte der Unparteiische einen SVW-Treffer von Pawel Kryszalowicz wegen eines angeblichen Foulspiels nicht gegeben, was Stisi lautstark kommentierte – und dafür die Quittung bekam.
Wilhelmshavens Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt, Holstein Kiel, kam im eigenen Stadion zu einem 1:0-Sieg gegen den Hamburger SV II. Pavel Dobry (78.) erzielte den entscheidenden Treffer und bescherte den „Störchen“ einen Sieben-Punkte-Vorsprung auf die Abstiegszone. Zuvor hatte bereits Kiels Stürmer Dmitrijus Guscinas einen Foulelfmeter verschossen (18.).
