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NWZonline.de Sport Fußball

Uefa-Cup-Halbfinale 1980: Als deutsche Teams Geschichte schrieben

09.04.2020

Düsseldorf Christian Kulik erinnert sich noch gut an den historischen Frühling 1980. „Da hat der deutsche Fußball seine Aufgabe erledigt. Wir hatten begriffen, wie es international zu spielen gilt“, sagte der damalige Kapitän von Borussia Mönchengladbach. Vor 40 Jahren, am 8. und 9. April, hatte der Bundesliga-Fußball Geschichte geschrieben. Erstmals stellten vier deutsche Clubs das komplette Teilnehmer-Feld im Uefa-Cup-Halbfinale. Der FC Bayern und Eintracht Frankfurt sowie der VfB Stuttgart und Gladbach kämpften damals im April um die Finalteilnahme.

„Wir standen ja damals fast in jedem Jahr in einem Finale“, sagt der heute 67-jährige Kulik, der 1980 mit den Gladbachern um den jungen Lothar Matthäus und Trainer-Debütant Jupp Heynckes gegen den späteren Sieger Frankfurt in die beiden Endspiele einzog. Beim 3:2-Hinspielerfolg gelangen dem technisch versierten Mittelfeldspieler gleich zwei Tore. „Darum kann ich mich daran auch gut erinnern, eigentlich war ich ja mehr der Vorbereiter“, sagt Kulik: „Aber im Rückspiel haben wir es dann versemmelt.“

Die Hessen gewannen durch ein spätes Tor des eingewechselten Fred Schaub mit 1:0 und wurden dank der Auswärtstreffer Cup-Sieger.

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Den eigentlichen Coup landeten die Frankfurter allerdings im mit 5:1 gewonnenen Halbfinal-Rückspiel gegen den FC Bayern. Der ehemalige Frankfurter Mittelfeldspieler und damalige Bayern-Profi Wolfgang Kraus hatte seine Mitspieler gewarnt: „Ich wusste, dass die Eintracht, die einzige Mannschaft in Deutschland ist, die es fertigbringen könnte, uns so zu schlagen.“ Auch Münchens Trainer Pal Csernai musste die Leistung der Hessen anerkennen. „Es war eine großartige Leistung der Eintracht“, befand er.

Gerade die Bayern hatten als dreimaliger Landesmeisterpokal-Sieger von 1974 bis 1976 für deutschen Glanz auf der Europapokalbühne gesorgt. Aber auch andere Bundesligaclubs spielten sich international in den Blickpunkt. Insgesamt neun Europapokal-Endspiele zwischen 1973 und 1979 erreichten die Bundesligaclubs. Die Gladbacher gewannen dabei den Uefa-Cup 1975 und 1979, der Hamburger SV siegte 1977 im Endspiel des Europapokals der Pokalsieger.

Für Kulik, der mit der Borussia auf dem Weg ins 80er Finale Inter Mailand und Michel Platinis AS Saint Etienne ausschalten konnte, war es auch eine Frage des spielerischen Niveaus der ausländischen Konkurrenz. „Hätten die ausländischen Clubs mehr Qualität gehabt, wären wir da nicht zu viert eingezogen. Im Jahr zuvor war es mit drei deutschen Halbfinalisten ja auch schon außerordentlich. Die deutschen Clubs haben es richtig gut gemacht, da muss bei den ausländischen Vereinen einiges schief gelaufen sein“, meint Kulik.

Eine ähnliche Dominanz kann er sich heute nicht vorstellen. „Heute wären wir ja schon froh, wenn ein deutsches Team ins Europa-League-Halbfinale kommt. Es gab auch Zeiten, in denen das Interesse der deutschen Clubs an dem Wettbewerb nicht so groß war. Aber das hat sich zum Glück geändert wie die internationalen Spiele der letzten Jahre von Gladbach und Frankfurt zeigen“, sagt Kulik.

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