DUISBURG - DUISBURG/DPA/SID - „Wir werden natürlich weiter alles versuchen, aber es wird für uns immer schwerer“, zeigte sich Schalke-Trainer Mirko Slomka am Sonntag nach dem 1:1 in der Fußball-Bundesliga-Partie beim MSV Duisburg im Hinblick auf die Qualifikation für die Champions-Liga sichtlich enttäuscht. Dabei konnte er am Ende über einen Punkt sogar glücklich sein.

Drei Tage nach dem Erreichen des Uefa-Pokal-Halbfinals droht den Schalkern das Aus im Kampf um die Champions-Liga-Plätze. Der Tabellendritte Werder Bremen ist bereits sechs Punkte enteilt.

In der ausverkauften MSV-Arena waren es die Duisburger, die von Beginn an engagiert in die Begegnung fanden. Allein Abdelaziz Ahanfouf hätte in seinem 50. Bundesligaspiel in drei Situationen (9., 10., 26.) für die Führung sorgen können, doch Torwart Frank Rost, der nach überstandener Zerrung spielte, verhinderte Schlimmeres für seine Mannschaft.

Nach einem Freistoß von Mihai Tararache lenkte der Schalker Christian Poulsen den Ball in der 39. Minute ins eigene Tor und sorgte somit für die verdiente Duisburger Führung. Klemen Lavric hätte noch vor der Pause erhöhen müssen, schoss aber aus zwei Metern über das leere Schalker Tor.

Slomka brachte zur Halbzeit Sören Larsen ins Spiel und machte damit alles richtig. Zunächst vergab Kevin Kuranyi zwei gute Chancen für Schalke (57., 65.), bevor Larsen die Gelsenkirchener fünf Minuten vor dem Ende erlöste und zum schmeichelhaften 1:1 traf.

Das Mittelfeld um den Brasilianer Lincoln war ideenlos und die Ausfälle von Ernst, Rafinha, Kobiaschwili und Varela wogen schwer.

Für die Duisburger, die wie schon in Wolfsburg in den letzten Minuten einen möglichen Sieg vergaben rückt dagegen die Zweite Liga immer näher. Interimstrainer Heiko Scholz lobte sein Team dennoch: „Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen. Wir hatten Chancen zum Sieg.“