Essen/Oldenburg - Beim Traditionsclub Rot-Weiss Essen geht es drunter und drüber. Nach der Trennung von Trainer Marc Fascher hat der Fußball-Regionalligist in dem Duo Jürgen Lucas/Markus Reiter zwar vorläufig die Nachfolge geregelt. Die Umstände des Rauswurfs sorgen in der Szene allerdings für Kopfschütteln.

Wie das Fachblatt „Reviersport“ berichtet, hatte der damalige Sportvorstand Uwe Harttgen im Februar den übrigen Vorstandsmitgliedern sowie dem Aufsichtsrat vorgeschlagen, den Vertrag mit Fascher vorzeitig zu verlängern. Die Führungsgremien konnten sich damals aber zu keiner Entscheidung durchringen. Anfang März wurde dann bekannt, dass der ehemalige Werder-Profi Harttgen den Kontrakt mit Fascher eigenmächtig bereits Ende Februar verlängert hatte – ein Affront, der mit der Trennung von Harttgen endete.

Der durch die Vorfälle ohnehin angeschlagene Fascher (von 2004 bis 2007 trainierte er Kickers Emden) musste nun gehen, da die Essener auch sportlich hinter den Erwartungen zurückblieben. Nachdem der Club als Tabellenführer in die Winterpause gegangen war, rangiert er jetzt nur noch auf Platz sechs.