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NWZonline.de Sport Fußball

Dutt kämpft gegen Mechanismen des Fußballs an

23.10.2014

Bremen Robin Dutt hat unlängst beschlossen, keine Zeitungen mehr zu lesen. Man kann das verstehen. Der Coach von Fußball-Bundesligist Werder Bremen hätte sicher auch keinen Spaß an der Lektüre. Landauf, landab werden in den Medien die Tage des Übungsleiters gezählt. Werders Verantwortliche stärken dem Trainer des Tabellenletzten – noch – den Rücken.

Der designierte Aufsichtsratschef Marco Bode verweist auf das intakte Verhältnis zwischen Trainer und Mannschaft. Geschäftsführer Thomas Eichin hält Dutt nach wie vor „hundertprozentig für den Richtigen, um die Mannschaft zu entwickeln“. Und Kapitän Clemens Fritz sagt: „Ich bin überzeugt, dass wir mit ihm da unten rauskommen. Er hat Erfahrung im Abstiegskampf und zeigt keinerlei Anzeichen von Nervosität.“

Dutt hat sich bislang fast immer vor seine Mannschaft gestellt. Das hat er auch nach dem 0:6-Debakel in München getan und gleichzeitig betont, dass die Fehler intern „knallhart“ aufgearbeitet werden. Man kann sich das gar nicht so gut vorstellen, wie das ist, wenn der nette Herr Dutt „knallhart“ ist. Auch deshalb wird der Ruf nach einem so genannten „harten Hund“ immer lauter.

Würde Dutt Zeitung lesen, dann wüsste er, dass Huub Stevens angeblich Bereitschaft erklärt hat, Werder aus dem Sumpf zu ziehen. Beim Erzrivalen HSV ist ihm das ja schon mal gelungen. Der Name Thomas Tuchel fällt oft, ebenso der von Holger Stanislawski. Werders Ex-Profi Uli Borowka brachte Jens Keller ins Spiel. Werder-Romantiker favorisieren gar die Lösung Dieter Eilts mit Co-Trainer Torsten Frings an der Seite. Dumm nur, dass Eilts überhaupt keine Lust mehr auf Profifußball hat. Nur der Name Felix Magath ist bisher noch nicht in Bremen gefallen.

Werder war lange Jahre gut darin, seinen Trainern den Rücken zu stärken – wenn die Ergebnisse stimmten, wie bei den Langzeittrainern Otto Rehhagel und Thomas Schaaf. Doch als Rehhagel 1995 zu den Bayern wechselte, standen die Bremer Bosse nicht mehr in Nibelungentreue zu ihren Trainern, ob sie Aad de Mos, „Dixie“ Dörner, Wolfgang Sidka oder eben Magath hießen. Aber ihre Entlassungen haben jeweils auch gezeigt, dass neue Besen nicht wirklich immer besser kehren.

Klar ist: Dutt hat die Mannschaft, auch die einzelnen Spieler nicht wirklich besser gemacht, wobei man sich fragen muss, ob das sein Fehler ist. Oder aber, ob aus diesem Kader nicht mehr heraus zu holen ist. Werder ist nach wie vor die Schießbude der Liga und eine Handschrift des Trainers ist auch nicht zu erkennen. Das spricht gegen Dutt.

Der Trainer kennt die Mannschaft, das Verhältnis ist intakt, er selbst strahlt Zuversicht aus. Das spricht für ihn. Doch bei einer Niederlage an diesem Freitag (20.30 Uhr) gegen den Aufsteiger aus Köln wird auch das nicht mehr viel zählen. Man kennt die Mechanismen in der Bundesliga. . .


     www.nwzonline.de/werder 
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