Bremen/Oldenburg - Bei Werder Bremen hat sich unter dem neuen Trainer Robin Dutt anscheinend noch nicht viel geändert. Durch das peinliche 1:3-Pokal-Aus in Saarbrücken knüpfte der Fußball-Bundesligist nahtlos an die schwache Rückrunde an. Aber auch Bremens erster Liga-Gegner Eintracht Braunschweig verpatzte die Generalprobe. Im Gegensatz zur gleich wieder angespannten Lage in Bremen gibt man sich beim Aufsteiger aber gelassen.

In Bremen musste Dutt reagieren und strich nach seinem missglückten Pflichtspiel-Debüt den trainingsfreien Montag. „Die bekannten Kettenreaktionen haben zu diesem Ergebnis geführt“, sagte der neue Coach: „Wir müssen genau analysieren, wie wir diese Kettenreaktionen verhindern können.“

Die Spieler haben den Ernst der Lage nun offenbar erkannt. „Ich hoffe nur, dass wir die individuellen Schwächen schnell abstellen. Wenn uns das nicht gelingt, dann wird es auch in der Bundesliga schwer“, sagte Zugang Cedric Makiadi. Der Ex-Freiburger und die anderen neuen Spieler haben bisher nicht die Lücke schließen können, die die Abgänge von Sokratis (Dortmund) und Kevin de Bruyne (Chelsea) verursacht haben.

Dutt hatte bei den durchwachsenen Testspiel-Auftritten zumeist noch gute Miene zum weniger guten Spiel gemacht. Nun ist er gefordert, im „psychologischen, technischen und taktischen“ Bereich, wie der Coach es formulierte. „Wichtig ist, dass wir in Braunschweig die richtigen Antworten finden“, sagte Dutt. Dort tritt sein Team an diesem Sonnabend (18.30 Uhr) am ersten Spieltag der neuen Saison an. Ihr letztes Testspiel vor dem Punktspiel-Auftakt bestreiten die Bremer an diesem Dienstag um 20.15 Uhr beim Regionalligisten Rot-Weiss Essen.

Braunschweig, das anders als die Bremer nur den Klassenerhalt als Saisonziel ausgegeben hat, steckte das 1:2 bei Zweitliga-Neuling Arminia Bielefeld unaufgeregt weg. „Ich glaube nicht, dass uns das einen Knacks geben wird. Am Sonnabend geht die Liga los, da wollen wir das Spiel nicht mehr in den Köpfen haben“, sagte Kapitän Dennis Kruppke.