Dresden/Braunschweig - Nach 607 Tagen im Amt ist für Trainer Ralf Loose das Kapitel Dynamo Dresden beendet. Während die Mannschaft mit Coach und Familien am Sonnabendabend auf der Weihnachtsfeier weilte, wurde im Hintergrund Looses Beurlaubung beschlossen. In der Nacht zum Sonntag zog der Fußball-Zweitligist damit die Konsequenzen aus der anhaltenden sportlichen Talfahrt. Am Sonnabend hatte das Team beim 0:3 (0:2) gegen den VfL Bochum eine bittere Heimniederlage einstecken müssen. Mit 15 Punkten aus 18 Spielen rutschte Dresden erstmals in dieser Saison auf den Relegationsplatz 16.
Derweil berichtete die „Bild am Sonntag“, dass Bochum-Profi Holmar Örn Eyjolfsson bei der Partie in Dresden von einem Ordner gewürgt worden sei. Der Spieler habe die Mauer zur Tribüne nach Abpfiff übersprungen, um mit seinem Team zu feiern. Ein Ordner habe ihn daraufhin festgehalten und gewürgt. Dynamo Dresden wehrt sich aber gegen Vorwürfe, seine Ordnungskräfte hätten unverhältnismäßige Gewalt gegen Eyjolfsson angewendet: „Nach dem Schlusspfiff ist eine Person aus dem VIP-Bereich auf den Platz gestürmt, sie war jedoch nicht als Bochumer Spieler zu erkennen“, sagte Dynamo-Sprecher Henry Buschmann und meinte: „In unseren Augen hat der Ordnungsdienst nicht falsch gehandelt.“
Im Kampf um die Herbstmeisterschaft setzte Hertha BSC mit einem 1:0 in Paderborn Tabellenführer Eintracht Braunschweig unter Zugzwang. Die Niedersachsen sind an diesem Montag (20.15 Uhr/Sport 1) zum Abschluss des 18. Spieltages beim 1. FC Köln gefordert. Straucheln die Braunschweiger, wird es im Spitzenrennen wieder spannend.
