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NWZonline.de Sport Fußball

Dynamo Dresdens Hauptsponsor droht mit Rückzug

29.10.2011

DRESDEN Vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) drohen massive Sanktionen, der Hauptsponsor erwägt seinen Rückzug, und auch Club-Idol Hans-Jürgen Dörner zeigt sich erschrocken: Nach den Ausschreitungen rund um das DFB-Pokalspiel bei Borussia Dortmund steht Dynamo Dresden in der Zweiten Bundesliga gegen den Karlsruher SC an diesem Sonnabend (13 Uhr) unter verschärfter Beobachtung – das Image des Traditionsvereins steht auf dem Spiel.

Ähnlich Szenen wie beim 0:2 in Dortmund könnten Dynamo buchstäblich teuer zu stehen kommen. Nicht nur, dass vonseiten des DFB Strafen bis hin zu einem „Geisterspiel“ drohen – nun überdenkt sogar Hauptsponsor Veolia sein Engagement beim achtmaligen DDR-Meister.

„Im Extremfall könnte es zur Kündigung der kompletten Summe kommen. Es wären aber auch Zwischenstufen möglich“, sagte Jens Heinig, Geschäftsführer der Veolia Umweltservice Ost, der „Sächsischen Zeitung“: „Kein Sponsor hat Lust darauf, Geld in einen Verein zu stecken, wenn das ausgegeben werden muss, um für solche Dinge zu bezahlen.“

Nach Angaben Heinigs hängt ein weiteres Engagement von der Höhe der Strafe durch den DFB und den künftigen Schritten Dynamos ab: „Es müssen konkrete Maßnahmen aufgezeigt werden, wie der Verein gegen die Chaoten vorgehen und solchen Vorfällen entgegenwirken will.“ Gleichzeitig bestätigte Heinig das Bestehen einer Ausstiegsklausel in dem bis 2014 laufenden Vertrag. Die Unterstützung des Sponsors soll jährlich 500 000 Euro betragen.

Hans-Jürgen „Dixie“ Dörner (60) hofft vor allem darauf, dass durch die Vorkommnisse die Außendarstellung des Vereins nicht nachhaltig beschädigt wurde. „Natürlich war das nicht förderlich für den Verein, aber ich glaube, die vernünftigen Zuschauer transportieren trotzdem ein positives Image“, sagte der 100-malige DDR-Auswahlspieler und fünfmalige DDR-Meister mit Dynamo. „Ich glaube, wir sind alle erschrocken, wenn man gesehen hat, was nicht nur in Dortmund, sondern auch in anderen Stadien passiert ist“, sagte Dörner, der von 1996 bis 1997 Werder Bremen trainiert hatte, weiter: „Man muss aufpassen, dass sich diese Entwicklung nicht in der Bundesliga fortsetzt. Polizei und Staat müssen vielleicht mal ein Zeichen setzen, um diese Ausschreitungen in den Griff zu bekommen.“

Unterdessen distanzierte sich ein Großteil der Dresdner Fanszene von den Ausschreitungen. Neben der Fangemeinschaft Dynamo, die sich als Dachverband versteht, verurteilte auch die Gruppe „Ultras Dynamo“ die Auseinandersetzungen. In Dortmund hatten Dresdner Problemfans vor, während und nach dem Spiel randaliert und zwei Polizisten verletzt. Darüber hinaus entstand erheblicher Sachschaden, 15 Dresdner Anhänger wurden vorläufig in Gewahrsam genommen.

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