Mönchengladbach - Zwischen dem FC Bayern und Borussia Mönchengladbach ist ein Streit um den Nachwuchsfußballer Sinan Kurt entbrannt. Der Gladbacher Sportdirektor Max Eberl warf dem Münchner Sportvorstand und ehemaligen DFB-Sportdirektor Matthias Sammer vor, sich beim Werben um den 17-jährigen Angreifer nicht korrekt verhalten zu haben: „Ich hätte von Sammer erwartet, dass er mich auf Sinan Kurt anspricht, wenn wir schon dreimal miteinander telefonieren. Gerade von ihm, der beim DFB immer gefordert hat, dass man sich vor allem im Nachwuchsbereich an die Spielregeln hält und alles offen kommuniziert“, klagte Eberl. Linksaußen Kurt gilt als eines der vielversprechendsten Talente des Bundesligisten vom Niederrhein und hat noch einen Vertrag mit der Borussia bis 2016.

Eberl und Sammer hatten zuletzt mehrfach über eine Ausleihe von Alessandro Schöpf verhandelt. Der Österreicher ist Kapitän der zweiten Mannschaft des FC Bayern. Als Eberl sich beim Münchner Vorstand Jan-Christian Dreesen über die Konditionen des Ausleihgeschäfts erkundigen wollte, signalisierten die Münchner erstmals ihr Interesse an Kurt und schlugen vor, ein Transferpaket mit Kurt und Schöpf zu schnüren. Dieses Vorgehen sorgte bei Eberl für Verärgerung.

Vizemeister Borussia Dortmund hat indes den italienischen Torjäger Ciro Immobile (24) vom FC Turin verpflichtet. Das melden übereinstimmend italienische Medien. Der Nationalspieler soll rund 19 Millionen Euro kosten und beim BVB einen Fünfjahresvertrag erhalten. Der Vertrag soll am Freitag unterschrieben werden.

Derweil muss Bundesliga-Absteiger Eintracht Braunschweig die Mission Wiederaufstieg ohne seinen Stürmer Domi Kumbela in Angriff nehmen. Der 30-jährige Deutsch-Kongolese verlässt den Verein, wie die Löwen am Donnerstag bekanntgaben. Wohin es den Torjäger zieht, ist derzeit noch offen.