Bremen/Oldenburg - Wenn man sich dieser Tage bei Fußball-Bundesligist Werder Bremen in einem sicher sein kann, dann ist das die Beständigkeit auf der Trainerposition. Ex-Coach Thomas Schaaf erlebte die Besonnenheit der Vorstandsriege, und auch der aktuelle Trainer Robin Dutt darf sich trotz nur drei Punkten aus sechs Spielen, keinem Sieg und satten 15 Gegentoren – die schwächste Abwehr der Liga steht an der Weser – seines Jobs sicher sein. „Da gibt es keine Diskussion. Er hat das volle Vertrauen“, sagte Sportchef Thomas Eichin am Montag, zwei Tage nach der dritten Niederlage in Serie (1:2 in Wolfsburg) und dem Abrutschen von Werder auf den 17. Tabellenplatz.
Eichin verdeutlichte, dass die Arbeit von Dutt „überhaupt nicht infrage gestellt“ werde. Die Tabelle interessiere ihn derzeit nicht, betonte der 47-Jährige, sie sei „nur eine Momentaufnahme“. Es gebe noch einige andere Mannschaften, die fünf oder sechs Punkte auf dem Konto haben und somit in Reichweite für die Bremer sind. „Mit drei Zählern gegen Freiburg können wie wieder Anschluss an das Mittelfeld bekommen“, sagte Eichin.
Klar ist aber auch: Die Partie an diesem Sonnabend (15.30 Uhr) im Weserstadion gegen die ebenfalls noch sieglosen Breisgauer, die bisher dank vierer Unentschieden immerhin einen Zähler mehr als Werder geholt haben, wird schon zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison zu einem richtungsweisenden Spiel. In der kommenden Woche reist das brüchige Bremer Gebilde zum Rekordmeister FC Bayern – schwer vorstellbar, dass dort in der aktuellen Verfassung etwas zu holen ist. Will Werder also nicht auch nach acht Spieltagen sieglos sein, muss wohl schon gegen Freiburg der erste Dreier her.
