Frankfurt - Noch ist das Saisonende fünf Spiele entfernt. Aber in Frankfurt hörte und fühlte sich am Sonnabend vieles schon so an, als sei die Eintracht gerade zum fünften Mal aus der Fußball-Bundesliga abgestiegen.

Die Zuschauer reagierten auf das bittere 0:2 (0:0) gegen 1899 Hoffenheim zunächst mit Schweigen. Ein Teil war entsetzt, ein anderer resigniert, Tausende hatten das Stadion schon nach dem zweiten Gegentor verlassen. Auch im Block mit den besonders eingefleischten Fans regte sich erst wieder etwas, als die Spieler mit hängenden Köpfen davor standen. Was sie dort zu hören bekamen, war alles andere als aufmunternd. Die Fans beschimpften ihr Team in drastischer Form.

„Das ist eine schwere Stunde“, sagte Vorstandschef Heribert Bruchhagen hinterher. Drei Punkte Rückstand hat der Tabellenvorletzte bereits auf den rettenden 15. Platz. Der einzige, der selbst nach diesem Rückschlag noch so etwas wie einen unerschütterlichen Glauben an die sportliche Rettung verströmte, war der neue Trainer Niko Kovac: „Es ist noch nichts verloren.“

Die beiden Tore schossen die Hoffenheimer Nadiem Amiri (62. Minute) und Mark Uth (90.).