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NWZonline.de Sport Fußball

Eishockey ebnete Weg in Westen

16.10.2015

Landshut Gründe zum Feiern hatte Erich Kühnhackl in seinem bisherigen Leben genug. Zu seinem 65. Geburtstag an diesem Sonnabend bevorzugt die deutsche Eishockey-Legende ein ruhiges Fest im engsten Kreis. „Diese ganz großen Dinge, die habe ich früher immer gehabt. Aus dem Alter bin ich jetzt raus“, sagt der in Landshut lebende Kühnhackl. Auch bei seinen Wünschen bleibt er ganz bescheiden: „Das Wichtigste ist immer, dass man selbst und die Familie gesund ist.“

Diese Bodenständigkeit hat Kühnhackl immer ausgezeichnet. Zu Beginn der 1980er Jahre hatte er als Profi der Kölner Haie die Chance, bei den New York Rangers in der NHL anzuheuern. „Ich war da mal einen Monat in New York. Die hatten Interesse, aber ich bin dann lieber in Deutschland geblieben“, erzählt Kühnhackl, als sei es das Selbstverständlichste der Welt.

Der Olympia-Dritte von 1976 war in einer Zeit aktiv, in der Eishockey als Mannschaftssportart in Deutschland in seiner Popularität nicht weit hinter dem Fußball rangierte. In den 1970er und 1980er Jahren waren Kühnhackl, Alois Schloder, Udo Kießling, Gerd Truntschka oder Dieter Hegen auch Nicht-Eishockeyfans ein Begriff. Diese Zeiten sind vorbei. Fußball entwickelte sich zum globalen Hochglanz-Spektakel mit Milliarden-Umsätzen. Eishockey verschwand in der regionalen Nische.

Nicht aber Kühnhackl. Nach seiner Karriere mit 211 Länderspielen (viele davon unter Bundestrainer Xaver Unsinn) war er Bundestrainer, Jugend-Nationaltrainer, Vereinscoach, Sportdirektor, Vizepräsident des Deutschen Eishockey-Bundes und ist mit der Erich-Kühnhackl-Stiftung immer noch ein Förderer des Eishockey-Nachwuchses.

Kühnhackl wuchs hinter dem Eisernen Vorhang auf. 1950 wurde er nur deshalb in Citice in der damaligen Tschechoslowakei geboren, weil seine deutschstämmigen Eltern nach dem Krieg mit der Übersiedlung nach Deutschland gezögert hatten: „Meine Schwestern, Tanten und Omas sind schon 1945 raus, mein Vater wollte erst ein oder zwei Wochen später. Und dann war die Grenze zu.“ Mehrere Ausreiseanträge seines Vaters wurden abgelehnt – bis 1968.

Dass es für die gesamte Familie dann nach Landshut ging, lag am Talent des damals 17-jährigen Erich. Der war beeindruckt vom Besuch des damaligen tschechischen Trainers des EV Landshut, Karel Gut, bei den Kühnhackls. „Gut war ein Idol in der CSSR – ein wahrer Meister des Sports. Er hat mich gefragt, ob ich nicht nach Landshut kommen will. Und so kam meine Familie eben nach Landshut“, berichtet Kühnhackl.

Mit dem EVL wurde er zu besseren Zeiten des Clubs zweimal deutscher Meister (1970, 1983), ebenfalls zwei Titel errang er mit den Haien (1977, 1979). Kein Nationalspieler nach ihm erreichte bislang seinen Wert von 131 Länderspieltoren.

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