EMDEN - Die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens ist für die Betroffenen meist ein trauriges Ereignis. Beim Fußball-Oberligisten Kickers Emden ist am Mittwoch die Mitteilung des Amtsgerichts Aurich, dass ein solches Verfahren für den Verein eröffnet wurde, dagegen mit Freude aufgenommen worden. „Nun gibt es sehr gute Chancen für einen Neuaufbau, denn nach Abschluss des Verfahrens ist Kickers schuldenfrei“, sagte Vereinspräsident Günther Kunz. Wäre das Verfahren mangels Masse nicht eröffnet worden, hätte dies die sofortige Löschung des Clubs aus dem Vereinsregister zur Folge gehabt. Den Club drückt eine Schuldenlast von rund drei Millionen Euro.

Alle dem Insolvenzverwalter Axel Gerbers bekannten Gläubiger des Vereins werden nun aufgefordert, ihre Forderungen anzumelden. Am 1. März wird Gerbers die Gläubiger über die Gesamtsituation informieren. Endgültig gerettet ist der Verein aber noch nicht. Denn sollten die Gläubiger dem Sanierungskonzept – dieses wird in den nächsten Monaten ausgearbeitet – nicht zustimmen, würde Kickers Emden ebenfalls aus dem Vereinsregister gelöscht werden.

Die inzwischen stark verjüngte erste Mannschaft wird die Saison in der Oberliga zu Ende spielen, steht formal allerdings als Absteiger fest. Alle Partien bleiben dabei ohne Wertung, Gleiches gilt für die bereits absolvierten Spiele. In der kommenden Saison will Kickers dann die erste Mannschaft in der Landesliga melden.

Ihre nächste Partie (es ist die erste nach der Winterpause) bestreiten die Emder an diesem Sonnabend (14 Uhr) im eigenen Stadion gegen den VSK Osterholz-Scharmbeck.