EMDEN - EMDEN/DPA/SID - Angeführt von Rückkehrer Falk Schindler hat Kickers Emden einen glücklichen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt eingefahren. Der Fußball-Regionalligist kam im eigenen Stadion gegen Hertha BSC Berlin II zu einem 1:1. Die Berliner Führung durch Chinedu Edu (39. Minute) glich Ferhat Cerci aus (74.).

Schindler feierte gegen die Hertha sein Comeback nach sechsmonatiger Dopingsperre, der Mittelfeldspieler hatte ein Haarwuchsmittel mit der verbotenen Substanz Finasterid benutzt. Kickers-Trainer Marc Fascher ließ Schindler durchspielen, der 27-Jährige rechtfertigte das Vertrauen mit großem Kampfgeist.

In der ersten Halbzeit bestimmten allerdings die Berliner das Geschehen. Mit schönen Kombinationen setzten sie die Emder unter Druck, die Folge war der Führungstreffer durch Edu. Nach der Pause hielten die Ostfriesen besser dagegen, der Ausgleich gelang schließlich dem eingewechselten Cerci, der nach überstandenem Kreuzbandriss wie Schindler ein Comeback feierte. Bereits heute sind die Emder erneut im Einsatz, um 19.30 Uhr tritt der Tabellenzehnte beim viertplatzierten VfB Lübeck an.

An der Tabellenspitze rückte Carl Zeiss Jena durch einen 1:0-Sieg bei der zweiten Mannschaft des Hamburger SV auf Rang zwei vor. Die Thüringer profitierten vom 2:2 von Holstein Kiel beim FC St. Pauli und überholten somit die „Störche“. Auch der VfB Lübeck macht sich nach einem 3:0 gegen Bayer Leverkusen II wieder Hoffnungen auf den Aufstieg.

Im Abstiegskampf blieb Rot-Weiß Erfurt mit einem 1:1 gegen Preußen Münster zwar zum fünften Mal in Serie zu Hause ungeschlagen, verpasste aber den Sprung aus dem Tabellenkeller. Rot-Weiß-Kapitän Ronny Hebestreit hatte selbst zum 1:0 eingeköpft (80.), gab sich aber auch Mitschuld am Ausgleich: „Da habe ich mich etwas verschätzt.“ So konnte der frühere Bundesliga-Profi Ansgar Brinkmann für Münster einschießen (90.).