Leverkusen - Der bei Bayer Leverkusen nach einer Prügelei entlassene Abwehrspieler Emir Spahic ist mit einer glimpflichen Verbands-Strafe davongekommen. Der Deutsche Fußball-Bund sperrte den 34-jährigen Bosnier für drei Monate bis zum 12. Juli. Damit stünde Spahic einem neuen Arbeitgeber wahrscheinlich schon im ersten Pflichtspiel der kommenden Saison zur Verfügung. Zudem muss er eine Geldstrafe in Höhe von 20 000 Euro an den Verband zahlen.
Der Verteidiger war nach dem DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Bayern München (3:5 nach Elfmeterschießen) in handgreifliche Auseinandersetzungen mit Ordnungskräften verwickelt gewesen. Spahic hatte einem Ordner einen Kopfstoß versetzt, Bayer reagierte mit der Vertragsauflösung auf den Vorfall, der von einem Zuschauer auf einem Handyvideo festgehalten wurde. Die Kölner Staatsanwaltschaft ermittelt wegen schwerer Körperverletzung.
Zuletzt hatten der bosnische Verein FK Sarajevo und die türkischen Clubs Galatasaray und Besiktas Istanbul angeblich Interesse an Spahic angemeldet.
