München - Nach der kurzen Auszeit beim rauschhaften 4:0-Sieg über den FC Barcelona hat für Steuersünder Uli Hoeneß das lange Warten auf die Staatsanwälte aufs Neue begonnen. „Ich kann nicht sagen, wann die Ermittlungen beendet sind. Das lässt sich einfach nicht sagen“, bekräftigte ein Behördensprecher der für den Fall zuständigen Staatsanwaltschaft München II.

Beim Halbfinal-Rückspiel der Champions League an diesem Mittwoch (20.45 Uhr/ZDF) wird der Präsident des deutschen Fußball-Rekordmeisters Bayern München nach Clubangaben im Stadion in Spanien mitfiebern – trotz des gegen ihn bestehenden Haftbefehls, der außer Vollzug gesetzt ist. Die wichtigste Frage aber ist, wann die Ermittler entscheiden, ob sie Anklage gegen Hoeneß erheben und damit den Druck auf den Bayern-Patriarchen noch weiter erhöhen.

Die Staatsanwaltschaft schweigt dazu – wie zum gesamten „Inhalt und Gang des Ermittlungsverfahrens“, wie der Sprecher betonte. Derweil wird sich der Aufsichtsrat des FC Bayern nach Medien-Informationen am kommenden Montag mit dem Fall beschäftigen. Der Club dementierte das allerdings.