Zürich - Neue Vorwürfe gegen den Fußball-Weltverband Fifa und Präsident Joseph Blatter: Laut Medienberichten soll der 78-jährige Schweizer über seinen Chefjuristen Einfluss auf einen Abschlussbericht des eigentlich unabhängigen Governance-Komitees genommen haben.

In einer Ursprungsversion des vom ehemaligen Komitee-Chef Mark Pieth verfassten Papiers sei es vor allem um Blatters „Führungsverantwortung während der ISL-Affäre“ sowie um dessen „mögliche Mitwisserschaft in dem Skandal“ gegangen. Diese Passagen seien aber nach Prüfung des Fifa-Chefjuristen Marco Villiger gestrichen worden. Am 27. Februar 2014 hatte Pieth Villiger eine vorläufige Version seines Dossiers geschickt. Am 13. März schickte Villiger offenbar eine stark bearbeitete Version mit Anmerkungen und Streichung einiger Passagen an Pieth zurück. Im Bestechungsskandal um ISL ging es um rund 160 Millionen Euro.