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NWZonline.de Sport Fußball

Eintracht legt Beschwerde gegen Durchsuchungsbeschluss ein

26.02.2019

Frankfurt/Main (dpa) - Eintracht Frankfurt hat nach der polizeilichen Durchsuchungsaktion vor dem Europa-League-Heimspiel gegen Schachtjor Donezk juristische Schritte eingeleitet.

Der Fußball-Bundesligist legte beim Amtsgericht Frankfurt Beschwerde ein, wie der Vorstand des Clubs entschied. "Wir haben erhebliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Maßnahme und ihres Zustandekommens. Eine objektive rechtliche Klärung ist daher notwendig und auch für die weitere Zukunft hilfreich", erklärte Vorstandsmitglied Axel Hellmann laut einer Mitteilung.

"Davon unabhängig sind wir natürlich auch bereit, das Angebot des Frankfurter Polizeipräsidenten zur Aufarbeitung in einem gemeinsamen Gespräch wahrzunehmen", sagte Hellmann.

Unterdessen hat Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) im Streit um den Polizeieinsatz rund um das Europa-League-Spiel mehr Sachlichkeit angemahnt. Es gehe bei dem emotionalen Thema nicht um eine Auseinandersetzung zwischen dem Fußballverein und ihm, sagte er bei seiner Regierungserklärung am Dienstag im Landtag in Wiesbaden. Beuth verteidigte erneut den Polizeieinsatz am vergangenen Donnerstag mit Durchsuchungen im Stadion. Es gehe um die Sicherheit in den Stadien und darum herum. Eine Fankurve sei kein rechtsfreier Raum.

Vor dem Europapokalspiel gegen den ukrainischen Meister hatte die Polizei Stadionbereiche nach Pyrotechnik abgesucht. Dazu lag ein gerichtlicher Durchsuchungsbeschluss vor. Später entfernten die Beamten ein Banner, das gegen Beuth gerichtet war.

Begründet hatten die Beamten die Durchsuchungsaktion auch mit Äußerungen von Eintracht-Präsident Peter Fischer, der einen Tag vor dem Spiel gesagt hatte: "Wenn ich sage, dass das Stadion morgen brennt, dann brennt das morgen. Und zwar so, dass Ihr kaputtgeht, weil Ihr viel zu viel Licht habt, und deshalb wird das Spiel vielleicht ein bisschen neblig für Euch." Dies hatte die Polizei als Aufforderung zum Einsatz von Pyrotechnik verstanden.

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