• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Sport Fußball

Kongress: Europas Funktionäre zetteln Revolte gegen Blatter an

11.06.2014

Sao Paulo Mit offenem Widerstand gegen Joseph Blatter (78) haben Europas Fußball-Spitzenfunktionäre am Vorabend des Kongresses in Sao Paulo einen Bruch mit dem weiter machthungrigen Fifa-Präsidenten heraufbeschworen. In bislang nicht gekannter Deutlichkeit kritisierten die Uefa-Vertreter am Dienstag den Präsidenten des Weltverbandes und forderten ihn zum Abschied aus dem Amt Ende Mai 2015 auf.

Blatter hatte zuvor seinen Willen zu einer weiteren Amtszeit als Patron des Weltfußballs verkündet – und erntete dafür aus Europa keinen Applaus. Im Gegenteil: Im Kellerraum des Hotels Renaissance herrschte eine Stimmung zwischen großer Anspannung und dem Willen zur Revolte. „Das ist relativ sachlich abgelaufen. Es hat bei der Ankündigung keine Beifallsstürme gegeben“, sagte DFB-Chef Wolfgang Niersbach. „Wir waren klar von einem Stabwechsel 2015 ausgegangen“, verdeutlichte er die enttäuschte Erwartungshaltung nicht nur des deutschen Verbandes.

Der niederländische Verbandschef Michael van Praag wurde deutlicher und machte Blatter für das schlechte Fifa-Image verantwortlich. „Das ist nicht persönlich, aber wenn man den Ruf der Fifa in den letzten Jahren sieht, verbinden die Menschen sie mit Korruption und Bestechung. Die Fifa hat einen exekutiven Präsidenten, und das bedeutet, dass dieser verantwortlich ist“, sagte der Niederländer.

Der Engländer Greg Dyke rügte Blatter vor den anderen Delegierten für dessen Rassismus-Vorwurf gegen britische Medien im Zuge der Diskussion um die Katar-WM 2022. Dieser reagierte pikiert, berichteten Augenzeugen. Aus Funktionärskreisen ist Blatter diese konfrontative Art nicht gewohnt. Nach etwa 20 Minuten soll er die Sitzung wie geplant verlassen haben.

Mit einem Strategiewechsel hatte Blatter bei den Delegierten aus Asien, Afrika und Amerika zuvor noch Erfolg gehabt und Attacken gegen die „Feinde“ der Fifa gefahren. „Ich weiß nicht, was der Grund hinter all dem ist. Aber wir müssen jetzt zusammenstehen“, rief der Schweizer den asiatischen Kollegen bei deren Sitzung zu. Ein großer Riss teilt nun die 209 Verbände vor der WM – Europa gegen den Rest der Welt.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.