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NWZonline.de Sport Fußball

Fußball: Ex-Spielmacher Meier wartet auf Werder

12.04.2013

Düsseldorf /Bremen Die Zeiten sind etwas unruhiger geworden für Norbert Meier. Erst verdrängte im März die Trennung von seiner Frau Sieglinde nach mehr als 30 Jahren Ehe die sportlichen Aspekte aus den Düsseldorfer Zeitungen, dann musste er in dieser Woche beim Training einen Faustkampf zwischen den Spielern Ken Ilsö und Dani Schahin beenden, und nun wartet an diesem Sonnabend (15.30 Uhr) auch noch ein Abstiegs-Endspiel der besonderen Art auf den 54-Jährigen.

Klaus Allofs trifft bei WErder-Sieg

Aaron Hunt hat die umfangreiche Verletztenliste bei Werder Bremen vergrößert. Der Mittelfeldspieler hat Fieber und fällt für das brisante Bundesliga-Spiel bei Fortuna Düsseldorf an diesem Sonnabend (15.30 Uhr) aus. Außer Hunt stehen auch Lukas Schmitz, Clemens Fritz, Mehmet Ekici und Aleksandar Ignjovski nicht zur Verfügung. Mehr oder weniger große Fragezeichen gibt es zudem bei Tom Trybull und Philipp Bargfrede. „Diese Ausfälle nehmen uns die Vielfältigkeit“, sagte Trainer Thomas Schaaf.

Die Bremer sind seit sieben Bundesliga-Partien ohne Sieg. „Die Bedeutung des Spiels ist groß. Das wissen wir, das wissen die Spieler“, erklärte Werder-Geschäftsführer Thomas Eichin. „Deswegen wird es auch zur Sache gehen.“

Den bislang letzten Sieg in Düsseldorf feierte Werder am 8. Juni 1991. Beim 2:1-Erfolg schoss Klaus Allofs, der seine Karriere bei der Fortuna begonnen hatte, beide Bremer Treffer. 1997 stiegen die Düsseldorfer aus der Bundesliga ab und kehrten erst 2012 zurück.

Ausgerechnet gegen Werder Bremen, für das Meier von 1980 bis 1989 in 281 Spielen 82 Tore erzielte, will der Trainer von Fortuna Düsseldorf nach sechs sieglosen Spielen den Befreiungsschlag im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga landen.

„Ich hatte eine schöne Zeit bei Werder“, sagt Meier, der in seinen neun Bremer Jahren an der Seite des heutigen Werder-Trainers Thomas Schaaf spielte: „Natürlich schaue ich, was dort passiert. Gleiches gilt aber auch für meine anderen bisherigen Arbeitgeber Borussia Mönchengladbach, den MSV Duisburg und Dynamo Dresden. Doch von der Arbeit müssen solche Dinge getrennt werden“, sagt Meier.

Also vermied der gebürtige Reinbeker auch, sich näher zur Krise an der Weser zu äußern. Meier: „Ich bin zu weit weg, um die Situation dort objektiv beurteilen zu können. Werder ist am Sonnabend unser Gegner, und daher interessiert mich im Moment auch ausschließlich meine eigene Mannschaft.“

16 Länderspiele

Die ist nach einer ordentlichen Hinrunde inzwischen ins Trudeln geraten und als Tabellen-15. nur noch sechs Punkte von einem direkten Abstiegsplatz entfernt. „Als Aufsteiger durften wir nicht erwarten, dass die Rückrunde auch so gut verlaufen würde“, sagt der einstige Spielmacher, der 16 Länderspiele bestritt. „Mir war stets bewusst, dass es bis zum Schluss schwer bleiben wird. Wir müssen Ruhe bewahren und werden alle Anstrengungen unternehmen, um drin zu bleiben.“

Dennoch kann Meier, der 1983 zu Bremens Sportler des Jahres gewählt wurde, nicht verhehlen, dass die Partie mit dem Ex-Club (derzeit Tabellen-14.) von eminenter Bedeutung ist. „Werder ist ebenso wenig frei von Sorgen wie wir. Also sind am Sonnabend wichtige Punkte zu holen, denn die Spiele werden immer weniger.“

In Düsseldorf hat Meiers Trainerkarriere eine Wendung genommen, die ihm viele gar nicht mehr zugetraut hätten. Denn als er im Januar 2008 das Amt antrat, spielte die Fortuna in der 3. Liga und Meier war vielen Fans vor allem durch seine Auseinandersetzung mit Albert Streit ein Begriff.

Streit mit Streit

Als Trainer des MSV Duisburg hatte Meier im Dezember 2005 den damaligen Kölner Spieler bei einem Gerangel an der Seitenlinie mit einer Kopfnuss attackiert. Vom Deutschen Fußball-Bund wurde Meier für mehrere Wochen gesperrt, die Folge war die Entlassung in Duisburg. Von September 2006 bis September 2007 folgte dann ein Engagement beim damaligen Drittligisten Dynamo Dresden.

Ab 2008 fanden dann beide Parteien – die Fortuna und Meier – zurück in die Erfolgsspur. Höhepunkt war der Aufstieg in die Bundesliga im vergangenen Sommer

Ob Meier seinen einstigen Spieler Assani Lukimya, der von 2010 bis 2012 das Fortuna-Trikot trug, an diesem Sonnabend auf dem Rasen oder lediglich der Ersatzbank zu sehen bekommt, ist nach dessen jüngsten Schnitzern noch offen. „,Luki‘ ist ein toller Typ, der großen Anteil an unserem Aufstieg gehabt hat. Es gibt aber einfach Perioden, da laufen einem die Fehler nach“, sagt Meier. Sollte Lukimya ihnen in Düsseldorf davon rennen, könnten die Zeiten für Meier noch unruhiger werden.


     www.nwzonline.de/werder 
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