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NWZonline.de Sport Fußball

Fans ziehen positive Bilanz der Schweige-Aktion

30.11.2012

Bremen /Oldenburg /Varel Keine Gesänge, kein Jubel, stattdessen Gemurmel wie bei einer Opernaufführung – mit einer gemeinsamen Schweigeaktion haben die Fußball-Anhänger bei den am Dienstag und Mittwoch ausgetragenen Spielen in der ersten und zweiten Bundesliga ihren Unmut über das geplante Sicherheitskonzept ausgedrückt. Geschwiegen wurde exakt 12 Minuten und 12 Sekunden – in Anlehnung an den 12. Dezember, an dem die Deutsche Fußball Liga (DFL) das Konzept „Sicheres Stadionerlebnis“ beschließen will.

„Das war extrem ungewohnt, hat aber der Sache gedient“, sagte Henning Menke, Fan von Werder Bremen und Vorsitzender des Fanclubs „Micoud auf dem Trikot“ aus Oldenburg, der beim Spiel zwischen Werder und Leverkusen (1:4) am Mittwochabend selbst in der Ostkurve stand. Die Aktion habe für ihn eines verdeutlicht: „Ohne Stimmung ist der Fußball tot.“

Auch Jürgen Frers aus Varel, Vorsitzender des Fanclubs „Freies Friesland“ vom Hamburger SV, lobte die Fanproteste. Es sei zwar richtig, gegen Pyrotechnik und Krawalle in Stadien vorzugehen. „Aber mich stört es, dass alle Anhänger über einen Kamm geschert werden“, sagte Frers, der sich einen Konsens als Lösung wünscht. „Der Dialog muss wieder aufgenommen werden“, forderte Menke.

Als erste Reaktion veröffentlichte die DFL am Donnerstag die Anträge für die Mitgliederversammlung am 12. Dezember im Internet. Der Inhalt wurde prompt von Fanorganisationen kritisiert. „Das ist alles zu schwammig und lässt noch zu viel Spielraum“, sagte Ben Praße als Sprecher von „Unsere Kurve“. „Ich hoffe, dass die Vereine die Anträge ablehnen, dann hat man mehr Zeit. Das ist alles viel zu knapp.“ Vollkontrollen an Fans beim Stadioneinlass seien nicht kategorisch ausgeschlossen, zudem sei die mögliche Reduzierung des Gästeticketkontingents ein „No go“, so Praße. Philipp Markhardt von „Pro Fans“ meinte: „Dieses Papier ist ein Schritt in die falsche Richtung.“

Derweil kommen Spitzenvertreter des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und der DFL am Montag mit den Innenministern Uwe Schünemann und Ralf Jäger zusammen. „Das erklärte Ziel des Treffens ist es, den Dialog mit der Politik fortzusetzen und die Standpunkte des Fußballs noch einmal klar zu hinterlegen“, sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach.

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